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Holsteinischer Courier

23. Juli 2017 | 06:47 Uhr

Boostedt : Feuer: 16-Jähriger stellt sich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Außerdem konnte die Polizei einen zweiten Tatverdächtigen ermitteln. Beide kommen aus Kaltenkirchen. Eine Zeugin gab den Hinweis.

Boostedt | Der Druck war wohl zu groß geworden: Nachdem wiederholt öffentlich gefahndet und in der vergangenen Woche sogar ein Foto der mutmaßlichen Täter – auch im Courier – veröffentlicht worden war, stellte sich ein 16-Jähriger bei der Polizei. Er und ein 18-Jährer stehen im Verdacht, am 25. März die Lagerhalle an der Boostedter Neumünsterstraße in Brand gesetzt zu haben.

Bei dem Feuer im März war die Lagerhalle komplett abgebrannt (der Courier berichtete). Die Bewohner mussten wegen des starken Qualms Fenster und Türen schließen, 130 Einsatzkräfte waren vor Ort. Sechs Wochen nach der Tat gab es nun den Fahndungserfolg der Polizei. Die entscheidenden Hinweise zu den Tatverdächtigen erhielten die Ermittler von einer Zeugin. Die Frau hatte die beiden jungen Männer dabei beobachtet, wie sie in Richtung der verlassenen Lagerhalle gingen und kurze Zeit später nach Ausbruch des Brandes zurückkehrten.

Die Zeugin gab auch den Hinweis darauf, dass die Tatverdächtigen vor und nach der Tat mit der AKN gefahren seien. So konnte ein Foto der Überwachungskamera eines Bahnsteiges gesichert und als Öffentlichkeitsfahndung, auch in den sozialen Medien, veröffentlicht werden. Das Foto zeigt zwei junge Männer, die im Wartebereich eines AKN-Bahnhofes sitzen. Noch am Abend der Veröffentlichung des Fotos stellte sich ein 16-jähriger Kaltenkirchener beim Polizeirevier Kaltenkirchen. Auch der zweite Tatverdächtige, ein 18-jähriger Kaltenkirchener, konnte dann durch die Polizei ermittelt werden.

Wie die Polizei mitteilt, hatten die Jugendlichen die Berichterstattung der Presse durchgehend mitverfolgt. Der Jüngere der beiden konnte offenbar dem noch hinzukommenden Druck der Öffentlichkeitsfahndung nicht mehr standhalten und machte die Beamten selbst auf sich aufmerksam.

Die Kripo Bad Segeberg durchsuchte daraufhin mit richterlichem Beschluss Anfang dieser Woche die Wohnungen des Jugendlichen und des Heranwachsenden und konnte dabei Teile der Tatkleidung sicherstellen. Bei der anschließenden Vernehmung war der 16-Jährige geständig, der 18-Jährige beruft sich bisher auf sein Aussageverweigerungsrecht.

Die beiden jungen Männer müssen sich nun in einem Strafverfahren wegen des Verdachts der Brandstiftung verantworten.


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erstellt am 13.Mai.2017 | 09:13 Uhr

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