zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 06:45 Uhr

Bordesholm : Festplatz darf nicht bebaut werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Von 6449 wahlberechtigten Bordesholmern nahmen gestern 4683 am Bürgerentscheid teil. Lange Gesichter gab es bei den Bau-Befürwortern,

von
erstellt am 25.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Bordesholm | Freude und Entspannung herrschte gestern im Rathaus bei der Bürgerinitiative: Der Festplatz wird nicht bebaut. 2375 der Bordesholmer haben im Bürgerentscheid gegen eine Bebauung gestimmt. „Ein großer Sieg für die Demokratie vor Ort und für die Natur. Ich bin hocherfreut“, sagte Maike Brzakala, eine der Initiatoren des Bürgerentscheids.

Rund ein Dutzend Bordesholmer fieberte gestern im Rathaus nicht nur dem Ausgang der Bundestagswahl entgegen, sondern erwartete mit Spannung das vorläufige amtliche Ergebnis des Bürgerentscheids.

„Ich freue mich über die rege Bürgerbeteiligung, das war ein basisdemokratischer Akt“, sagte auch die Bordesholmerin Christine Hankel. Sie war eine von 50,72 Prozent, die ihr Kreuz auf dem Wahlschein bei „Ja“ gemacht und damit die Beschlussfassung der Gemeindevertretung Bordesholm vom 13. Dezember 2016 zur Bebauung des Festplatzes aufgehoben haben. 2308 Bürger haben für eine Bebauung gestimmt, das sind 49,28 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 74 Prozent. „Ich bin überrascht über die hohe Beteiligung“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Er hatte das Ergebnis des Bürgerentscheid gestern Abend kurz nach 21 Uhr verkündet.

Lange Gesichter gab es hingegen bei den Bau-Befürwortern. „Ich bin überrascht. Aber das ist Demokratie. Ich glaube allerdings, die Fragestellung hat viele Bürger verwirrt“, sagte Bürgermeister Helmut Tiede (CDU). Dr. Jörg Niedersberg (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses erklärte: „Die Meinung der Bürger ist eindeutig. Es erscheint wenig sinnvoll, in zwei Jahren das Thema wieder zu bearbeiten.“

Die Gemeindevertretung hatte im Dezember vergangenen Jahres mit elf Ja-Stimmen von CDU, SPD, FDP und UWB gegen vier Nein-Stimmen die Wohnbebauung des Geländes an der Landesstraße 318 beschlossen. Dagegen hatte eine Initiative ein Bürgerbegehren in Gang gesetzt und bis Juli über 700 Unterschriften gesammelt. Nun liegt der Beschluss zunächst auf Eis, innerhalb der nächsten zwei Jahre darf darüber nicht verhandelt werden.

Die Wiese gehört je etwa zur Hälfte der Gemeinde und Privatpersonen. Die Grünen hatten in jüngster Vergangenheit mehrfach auf die Erhaltung des Gebiets als schützenswerten Naturraum und Naherholungsgebiet verwiesen. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen