Sturmschaden : Fest wurde abgebrochen

Gähnende Leere herrschte beim „Ferienspaß“ auf dem Flugplatzgelände. Veranstalter Michael Sonnenberg hatte eigentlich mehrere tausend Besucher erwartet.
Gähnende Leere herrschte beim „Ferienspaß“ auf dem Flugplatzgelände. Veranstalter Michael Sonnenberg hatte eigentlich mehrere tausend Besucher erwartet.

Der „Ferienspaß“ auf dem Gelände des Flugplatzes stand unter keinem guten Stern.

shz.de von
06. Juli 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Eigentlich sollten es drei tolle Tage mit Spaß, Spiel und großem Bühnenprogramm werden. Doch der „Ferienspaß“ auf dem Gelände des Flugplatzes stand unter keinem guten Stern. Am Sonnabend, nach dem abendlichen Gewitter musste Veranstalter Michael Sonnenberg das Programm sogar komplett absagen. Die starken Windböen hatten die Bühne arg ins Wanken gebracht.

„Die Standsicherheit der Bühne war nicht mehr gewährleistet. Außerdem flogen Mülleimer sowie Zelte umher, sodass dies aus sicherheitstechnischen Aspekten die einzig mögliche Entscheidung war“, erklärte er enttäuscht.

Bereits am Freitag hatte die Hitze verhindert, dass sich das weitläufige Gelände trotz der musikalischen Zugpferde der Gruppe „United Four“ füllte. Ebenfalls gänzlich leer blieben die große Hüpfburg und die anderen Angebote für die kleinen Besucher. „Bei der Hitze kann man die Kinder nicht auf die Hüpfburg lassen. Die holen sich ja Verbrennungen“, sagte Felicitas Wulfrath, die sich bereits nach 20 Minuten mit ihrem Sohn Leon (4) wieder auf den Weg nach Hause machte.

Und auch am Sonnabendnachmittag hatte das Personal an den Spielstationen und Ständen kaum zu tun. Lediglich rund 100 Unverdrossene hatten sich im Laufe des Tages hierher gewagt. „Es ist schade. Die Idee ist eigentlich toll und das Programm ist gut. Doch es ist einfach zu heiß“, kommentierten Waltraud Schwanke (66) und Christel Cruse (72) die gähnende Leere auf dem Platz.

„Wir haben schon einiges mit diesem Veranstalter gemacht. Hier hat er einfach Pech gehabt“, erklärte auch Egon Becker, der mit seinem Verkaufsstand aus Unna angereist war.

Das müsse man erstmal sacken lassen, lautete das Fazit von Michael Sonnenberg. „Wir haben ja gar keine Chance gehabt, uns zu beweisen. Aber wir können das Wetter nicht ändern, und deshalb bleiben wir trotzdem fröhlich“, sagte er mit einer guten Portion Galgenhumor. Ob es einen zweiten Anlauf für diese Veranstaltung geben wird, wollte Michael Sonnenberg noch allerdings nicht versprechen.

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