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Becherstapeln : Felix Zarbock ist wieder Weltmeister

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Schüler aus Tungendorf holte in Taiwan die Goldmedaille in der Königsdisziplin. In der Weltrangliste ist er nun 32.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 08:15 Uhr

Neumünster | Nur rund vier Wochen nach seinen sieben Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften im hessischen Butzbach (der Courier berichtete) ist Felix Zarbock nun Weltmeister in der Königsdisziplin des Becherstapelns (Sport-Stacking), dem sogenannten Cycle. In Taiwan setzte sich der 15-jährige Tungendorfer mit 6,2 Sekunden gegen die starke Konkurrenz aus Asien, Australien und den USA durch. In der Gesamtwertung erreichte er Platz 11 von über 400 Teilnehmern und den sechsten Platz von 250 männlichen Konkurrenten.

Der Schüler, der für das Sport-Stacking-Team Quickborn antritt, verbesserte sich im Vergleich zur WM vor einem Jahr in Bayern, als er eine Goldmedaille, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen holte, um fast drei hunderstel Sekunden und kletterte damit in der Weltrangliste auf Platz 32 (Platz 28 unter den Männern). Der siebenfache Deutsche Meister und schnellste Stacker Deutschlands in allen Altersklassen in diesem Jahr wurde zudem Vize-Weltmeister in der Disziplin 3-3-3.

Sehr erfolgreich war auch seine Teamkollegin Finja Hollin (12), mit der er in Quickborn trainiert. Sie wurde in ihrer Altersklasse im Cycle Weltmeisterin, dazu noch Vizeweltmeisterin in den Disziplinen 3-6-3, 3-3-3 und in der Zeitstaffel. Mit Finja und ihrem Vater Ralf Hollin war Felix nach Kaohsiung gereist.

Beim Bechernstapeln, das offiziell Sport Stacking heißt, wird in mehreren Disziplinen um sportliche Meriten gekämpft. Dabei werden etwa dreimal drei (3-3-3) oder sechs und drei Plastikbecher neben- und aufeinander gestapelt. Im Cycle werden verschiedene Formationen nacheinander auf- und wieder abgestapelt.

„Die WM war großartig, ich bin noch immer ganz überwältigt“, erklärte Felix Zarbock gestern glücklich, nachdem er am Dienstagabend wieder in Düsseldorf gelandet und anschließend mit dem Zug nach Pinneberg gefahren war. Dort holten ihn seine Eltern Gabi und Jens sowie die ältere Schwester Juliane ab. „Wir sind alle sehr stolz auf Felix. Er hat die Nerven behalten. Schließlich siegte er auch gegen einige Konkurrenten, die in der Weltrangliste deutlich vor ihm stehen“, sagte Jens Zarbock. Unter anderem setzte Felix sich gegen Josh Hainsel (USA) durch, der auf Platz 3 der Weltrangliste steht.

Tatsächlich stand der Schüler der Gemeinschaftsschule Brachenfeld im Finale merklich unter Strom. Bei 30 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und tausenden Besuchern in der Halle war der Wettkampf keine leichte Sache. Die Becher klebten, es war laut und stickig. In der Vorrunde schaffte es Felix auf Platz fünf. „Vier Gegner waren also noch nach mir mit dem Cycle im Finale dran. Doch sie alle waren zittrig. Als schließlich auch der Letzte langsamer war, konnte ich es gar nicht fassen“, so Felix. Nach seinem Erfolg gab der 15-Jährige nicht nur viele Autogramme an seine Fans, einige Mädchen wollten mit ihrem Handy auch unbedingt Fotos mit dem frischgebackenen Weltmeister machen. Felix: „Das war schon ein ziemliches Gekreische.“

Vor der Sommerpause steht bei ihm jetzt noch der Ostsee-Cup in Kellenhusen an. Dann heißt es erstmal ausspannen, ehe im Herbst die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2018 beginnen. Diese findet entweder in den USA oder in Australien statt.

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