zur Navigation springen

Becherstapeln : Felix will in Kanada Weltmeister werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

13-Jähriger aus Tungendorf startet in der kommenden Woche in Montreal bei der WM im so genannten Speed Stacking.

Neumünster | Als vor zwei Jahren sein Naturwissenschaftslehrer an der Gesamtschule Brachenfeld Becher in die Klasse brachte, hatte Felix Zarbock vom so genannten Speed-Stacking noch überhaupt keine Ahnung. Der 13-Jährige aus Tungendorf fand aber sofort Gefallen an dem schnellen Auf- und Abbau von Pyramiden. Quasi aus dem Nichts wurde er 2013 Deutscher Meister, und vor wenigen Wochen verteidigte er seinen Titel in neuer Rekordzeit im hessischen Butzbach. Am Montag fliegt Felix nun gemeinsam mit dem deutschen Team aus 56 Sportkameraden und Bundestrainer Burkhard Reuhl zur Weltmeisterschaft ins kanadische Montreal.

Sein Ziel ist nach einigen Vorbereitungs- und Trainingstagen in Kanada am 11. und 12. April dann der Titel. „Ich weiß, dass einige Konkurrenten, vor allem aus den USA und Asien, noch schneller sind als ich, aber auch die machen mal Fehler“, gibt sich der Schüler selbstbewusst und ehrgeizig. Auf jeden Fall will er die Qualifikation schaffen und ins Finale der besten Zehn in seiner Altersgruppe einziehen. Dafür muss er laut Reglement eine vorgegebene Formation aus unterschiedlichen Pyramiden möglichst schnell mit zwölf Bechern auf- und abbauen. Gemessen wird die Zeit auf drei Nachkomma-Stellen genau über eine spezielle Matte, auf der am Anfang und Ende ein kleiner Knopf gedrückt werden muss. Im Finale treten dann die zehn Besten noch einmal in gleicher Weise gegeneinander an.

Felix hat seine milchig-durchsichtigen Glücksbecher mit im Gepäck. Sie sind aus Plastik und haben keinen Boden, damit sie leichter auseinander rutschen. Ein Becher ist tot und bietet ihm eine optische Orientierung. Damit tritt er nicht nur im Einzel, sondern auch im Doppel (ein Links- und ein Rechthänder bauen gemeinsam die Pyramiden) sowie in der Staffel (vier Teammitglieder bauen nacheinander die Pyramiden) an.

Zwei bis drei Stunden täglich hat er die letzten Wochen trainiert, immer freitags bei seinem Heimatclub „Sports Stacking Team Quickborn“. Von dort fliegt auch ein Teamkollege mit, ebenso seine Mutter Gabriele. Möglich gemacht haben das auch verschiedene Sponsoren und die Oma. Papa Jens und Schwester Juliane (15) fiebern derweil am heimischen Computer und am Handy mit, während sie via Internet und Telefon alle aktuellen Informationen bekommen.

Unabhängig von seinem Abschneiden hat Felix Zarbock schon die nächsten Ziele vor Augen: Über Pfingsten will er beim Ostsee-Cup in Kellenhusen und im Oktober dann auch bei der Europameisterschaft antreten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 03.Apr.2015 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen