Viele Sturmeinsätze im Umland : „Felix“ legte nach: Dach abgedeckt, Zug gestoppt

In Höhe Kleinkummerfeld-Bahnhof kam ein Regionalzug der Nordbahn wegen eines umgestürzten Baumes zum Stillstand. Die Feuerwehrleute entfernten die Äste.
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In Höhe Kleinkummerfeld-Bahnhof kam ein Regionalzug der Nordbahn wegen eines umgestürzten Baumes zum Stillstand. Die Feuerwehrleute entfernten die Äste.

Auch am Wochenende hatten die Helfer im gesamten Umland viel zu tun. In Negenharrie wurde das Dach einer alten Scheune abgerissen.

shz.de von
12. Januar 2015, 07:00 Uhr

Grossenaspe | Nach „Elon“ brauste am Sonnabend Sturmtief „Felix“ auch durch das Umland. Eine Scheune wurde abgedeckt, Bäume entwurzelt, die Nordbahn zum Stillstand gebracht, und außerdem wurde um die zum Teil abgedeckte Großenasper Turnhalle gearbeitet.

Nachdem am Freitagvormittag der Sturm Elon das Dach der großen Turnhalle in Großenaspe auf rund 320 Quadratmetern aufgerissen hatte (der Courier berichtete), hatten die Dachdecker auch am Sonnabendmorgen hier noch gut zu tun. Der Schaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt. „Die Halle ist jetzt aus Sicherheitsgründen gesperrt. Jegliches Betreten der Halle ist bis auf Weiteres verboten. Wenn alles gut läuft, können wir jedoch in zwei bis drei Wochen wieder in die geregelte Nutzung einsteigen“, erklärte Karsten Ventz als stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins zuversichtlich.

Für die Freiwillige Feuerwehr Großenaspe war es jedoch mit dem Einsatz an der Sporthalle nicht getan. Die Aktiven mussten auch am Sonnabend noch einmal zu vier Einsätzen ausrücken, um umgestürzte Bäume zu bergen sowie vom Wind hochgedrückte Bleche zu sichern.

Ebenfalls im Einsatz waren mehrere Wehren aus dem Amt Boostedt-Rickling. Auch hier machten zahlreiche umgestürzte Bäume der Feuerwehr zu schaffen. In Kleinkummerfeld mussten die Einsatzkräfte zudem einen Baum von den Schienen entfernen. Dieser hatte am Sonnabendnachmittag einen Regionalzug zum Stillstand gebracht. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. „Insgesamt hatten wir zwar viel Arbeit. Aber es gab keine besonderen Gefahrenlagen oder Vorkommnisse“, resümierte Amtswehrführer Jörg Nero gestern Mittag.

Fünf Einsätze bescherten die beiden Sturmfronten den Bornhövedern. Sonnabend deckte der Sturm gut 50 Quadratmeter eines Stalldaches auf einem Bauernhof am Teich ab. Hier half die Wehr bei der Sicherung des Gebäudes. Unweit davon schleuderte der Sturm eine Baumkrone auf zwei Autos, die auf einem Privatgrundstück am Teich geparkt waren. Hier kamen die Motorsägen zum Einsatz, um die beschädigten Fahrzeuge zu befreien.

Und auch in der Nacht zu gestern hat der Sturm noch kräftig gewütet. Davon kann Hellmut Schnack aus Negenharrie ein Lied singen. Eine historische, mindestens 200 Jahre alte Scheune auf seinem Anwesen an der Schulstraße büßte weite Teile ihres Daches ein. Über mehrere Stunden riss der Wind große Stücke aus dem Blechdach und wirbelte sie meterweit durch die Luft. Ein mehrere Quadratmeter großes Trümmerteil blieb in knapp zehn Metern Höhe in einem Baum hängen. Auch Teile des Dachstuhls und der Giebelwand stürzten ein. Der Bürgermeister ließ die Umgebung weiträumig absperren. Am Vormittag rückten dann die Feuerwehren Negenharrie und Wattenbek mit rund 40 Einsatzkräften zu Sicherungs- und Aufräumarbeiten an. Die Schulstraße muss aber bis auf Weiteres voll gesperrt bleiben. Die Höhe des Schadens kann Hellmut Schnack noch nicht beziffern.

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