Padenstedt : Feldbegehungen werden gut angenommen

Ehrenamtliches Engagement ist wichtig: Davon sind der 35-jährige Carsten Piehl (links) und Rainer Solterbeck (34) fest überzeugt.
Ehrenamtliches Engagement ist wichtig: Davon sind der 35-jährige Carsten Piehl (links) und Rainer Solterbeck (34) fest überzeugt.

Verband Landwirtschaftlicher Fachbildung zog Jahresbilanz.

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31. Januar 2015, 07:30 Uhr

Padenstedt | „Finanziell sind wir solide aufgestellt“, stellte Rainer Solterbeck fest. „Was uns fehlt, ist der Nachwuchs“, so der 1. Vorsitzende vom Verband Landwirtschaftlicher Fachbildung (vlf) Neumünster weiter. Der Landwirt aus Großharrie begrüßte die Verbandsmitglieder zur Jahreshauptversammlung in den Padenstedter Bürgerstüben. Ein Blick durch die Reihen bestätigte Solterbecks Einschätzung. „50 plus“ war eindeutig in der Mehrheit. Umso erfreulicher war die rege Beteiligung. 38 interessierte Menschen waren trotz schlechten Wetters zur Versammlung erschienen.

Solterbeck hob die insgesamt acht Feldbegehungen im Jahr 2014 hervor. „Mit diesen gut besuchten Veranstaltungen haben wir uns ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen“, unterstrich der 1. Vorsitzende.

Die Zahl der Mitglieder habe zwar etwas abgenommen, sei mit 330 vor drei Jahren gegenüber aktuell 290 Mitgliedern aber nahezu konstant geblieben. Dem Kassenwart Heiner Lange und seinem Stellvertreter Franz Sträter bescheinigte er gute Arbeit: „Mit gut 12 000 Euro Guthaben ist der vlf Neumünster gut aufgestellt.“ Trotz mehrfacher Nachfrage fand sich niemand, der sich ehrenamtlich im Verband engagieren wollte. Sämtliche zur Wahl stehenden Amtsinhaber wurden deshalb nahezu einstimmig wieder gewählt: Rainer Solterbeck als 1. Vorsitzender, Detlef Rehder in Abwesenheit als Beisitzer und Franz Sträter als stellvertretender Kassenwart. Einzig Kassenprüfer Karsten Kühl musste turnusmäßig sein Amt niederlegen. Auf ihn folgte Marko Voß aus Arpsdorf.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes wurde die Arbeit des Bauernverbandes kritisiert, der es nach Ansicht eines Gastes „nicht schafft, die Interessen der Bauern zu vertreten. Können wir nicht mal streiken?“, fragte der Unzufriedene. Davon halte er nichts, warf Franz Sträter ein. Es sei nicht sinnvoll, den Bauernverband aus den Reihen der Landwirtschaft heraus zu schwächen. „Der vlf sollte bildungspolitisch agieren. Seine Stärke hat er in der Bildung vor Ort“, sagte Sträter und sprach damit auch Carsten Piehl, Vorsitzender des vfl-Landesverbandes, aus der Seele. Als Gastredner berichtete der 35-jährige Agrarbetriebswirt aus Heiderfeld (Kreis Segeberg) über seine Arbeit auf einem Ackerbau-Veredlungsbetrieb, den er gemeinsam mit seinem Bruder bewirtschaftet, und warb am Ende seines Vortrags für ehrenamtliches Engagement: „Als Ehrenamtler kann man aktiv mitgestalten, man kann sich vor Ort ein Netzwerk aufbauen und ist ständig mit neuen Ideen konfrontiert. Erfahrungsaustausch ist immer kostbar.“ 



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