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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 22:14 Uhr

Norovirus : FEK warnt nach Norovirus-Ausbruch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

22 Patienten auf 11 Stationen seit dem Wochenende / Strenger Hygiene-Plan / Gesundheitsamt gibt Verhaltenstipps für Betroffene und Gesunde

Neumünster | Durchfall, schwere Bauchkrämpfe und Erbrechen: Das sind die Symptome des Noro-Virus. Seit dem Wochenende sind im FEK 22 Patienten auf elf Stationen aktenkundig. Daher warnte das FEK gestern verstärkt vor dem Virus. „Das ist noch nicht ernst, aber wir wollen verhindern, dass sich das ausbreitet“, sagte FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen. Mitte November waren acht Fälle gemeldet worden.

Bei so einem Ausbruch greift ein vorgeschriebener Maßnahmen-Plan im FEK: Kooperation mit dem Gesundheitsamt, tägliche Krisenstab-Sitzung und vor allem: die Isolation der Patienten und ihrer Kontaktpersonen. „Im Winter treten Norovirus-Fälle saisonal gehäuft auf, aber in diesem Jahr ist der Virus mehr mutiert als sonst und hochansteckend, auch über die Luft“, sagt Dr. Ivo Heer, Ärztlicher Direktor im FEK. 20 bis 100 Viren reichen zur Ansteckung. Daher wurde die Bodenreinigung im gesamten FEK und alle Desinfektionsspender für Hände auf virustötende Mittel umgestellt. „Wir haben 400 Flaschen getauscht, 800 zusätzliche sind geordert“, sagt Hygienefachkraft Ellen Reichow. Bereits im Eingangsbereich sollen Besucher Hände waschen, auf allen Stationen wurden entsprechende Maßnahmen getroffen.

„Das Händewaschen ist wirklich das Wichtigste und kein Händeschütteln, das gilt auch außerhalb des FEK, ob Patienten oder Nicht-Patienten“, sagt Stadtärztin Anja Heinrichs vom Gesundheitsamt. Für Patienten zu Hause gibt sie dringende Verhaltensempfehlungen: Wer Brechdurchfall hat, soll vor einem Besuch beim Hausarzt unbedingt den Verdacht auf diese Diagnose telefonisch mitteilen, damit Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden können. Das gilt auch, wenn es statt zum Hausarzt ins FEK gehen soll. Und: Virusträger sollen auch nicht als Besucher ins FEK gehen. „Erst wenn man mindestens 48 Stunden symptomfrei ist, dann kann man wieder Kontakt zu anderen Personen haben“, sagt Heer. Wer nicht zu den gefährdeten Gruppen – Kleinkind oder betagter Senior – gehört und ein normales Immunsystem hat, kann den Virus auch zu Hause auskurieren.

Um eine Ansteckungsgefahr zu verringern, gibt es Alltagstipps vom Gesundheitsamt: Nach dem Einkauf – wenn man den Einkaufswagen angefasst hat – oder einem anderen Gang nach draußen Hände waschen und desinfizieren. „Ein Merkblatt mit umfassenden Informationen veröffentlichen wir auf der Homepage der Stadt“, sagt Anja Heinrichs.

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erstellt am 21.Dez.2016 | 08:15 Uhr

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