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Besuch im Krankenhaus : FEK fordert mehr Hilfe vom Bund

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Malecha-Nissen informierte sich über Baufortschritte

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) fordert mehr Unterstützung zur Absicherung der Krankenhäuser durch den Bund. „Die Krankenhauspolitik der Regierung hat nicht den Stellenwert, den sie haben sollte. Hier besteht dringend Handlungsbedarf“, sagte FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen jetzt anlässlich einer Stippvisite der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Birgit Malecha-Nissen in der Klinik.

Die Politik habe das Augenmerk auf das Qualitätsmanagement gelenkt, doch wie die Häuser das schaffen sollen, bleibe dabei offen, kritisierte von Dollen. „Wir befürchten hier einen starken Bürokratieschub, den wir so aus dem Bestand des Pflegepersonals nicht mehr decken können, ohne dass dies zu Lasten der Patienten geht“, erklärte der FEK-Chef.

Auch die Betriebsratsvorsitzenden Hans-Gerard Knol und Jörg Klaenhammer zeigten sich mit der Berliner Politik unzufrieden. Sie pochen auf eine bundeseinheitliche Tarifpolitik. „Wenn hier nicht bald Taten folgen, stehen wir innerhalb kürzester Zeit vor einem großen Problem“, machten die Betriebsräte deutlich.

Dr. Birgit Malecha-Nissen hörte gut zu, sieht ihren Wahlkreis Plön/Neumünster aber noch in einer vergleichsweise guten Position: „Mit der medizinischen Versorgung zwischen Plön, Kiel, Neumünster und Lübeck sind wir noch ganz gut aufgestellt“, sagte sie. Dennoch seien die Aufgaben, unter anderem durch den demografischen Wandel ausgelöst, natürlich enorm.

Zur dramatischen Unterfinanzierung des FEK-Umbaus (der Courier berichtete) wollte sich die Bundespolitikerin nicht äußern. „Das ist Ländersache. Da möchte ich mich nicht einmischen“, erklärte sie. Dennoch zeigte sich die SPD-Frau beeindruckt von den Baufortschritten des Mammutprojektes FEK-Neubau, das sie bereits zum dritten Mal besuchte.




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