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FEK-Geschäftsführer : FEK-Chef: „Ich will ein Vorbild fürs Team sein“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Alfred von Dollen (64) leitet zwei Jahre über den Ruhestand hinaus bis 2018 das Friedrich-Ebert-Krankenhaus und hat noch einige Baustellen.

Neumünster | Ruhig und fest habe er in der Nacht nach der Anfrage geschlafen. Als Alfred von Dollen gut erholt am Morgen aufwachte, stand für ihn fest: „Ja, ich mache zwei Jahre als Geschäftsführer des Friedrich-Ebert-Krankenhauses weiter.“ Der Aufsichtsrat verlängerte nach seiner Zusage jetzt den Vertrag des 64-Jährigen einstimmig bis 2018 und damit um zwei Jahre über den eigentlichen Ruhestand hinaus.

Seit 1996 sitzt der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt auf dem Chefsessel, zuvor war der gebürtige Kieler Verwaltungsdirektor der Uniklinik Lübeck. „Wir sind froh, dass wir weiter auf sein fundiertes Wissen und Know-How zurückgreifen können“, sagt der FEK-Aufsichtsratsvorsitzende Matthias Lau. Das sei gerade jetzt beim Klinikneubau von großer Bedeutung.

Bis 2020 soll der zweite Bauabschnitt fertig sein, bis dahin müssten noch viele entscheidende Weichen gestellt werden. Die Vergabe für den Generalplaner läuft und wird im Juni abgeschlossen. Dann stehen die Feinheiten an. Immer wieder geht es dabei um zwei Themen: den Zeitplan und die Finanzierung. „Wir sollen die Bettenanzahl erhöhen und gleichzeitig so viel wie möglich einsparen. Das wird ein Kraftakt“, sagt Alfred von Dollen.

Doch das ist längst nicht die einzige Baustelle, die bis 2018 auf ihn wartet. Bereits in einigen Monaten rechnet der Einfelder mit gravierenden Veränderungen im Krankenhausbetrieb, wenn die neue Krankenhaus-Gesetzgebung am 1. Januar 2016 in Kraft tritt. Kernpunkt ist die Qualitätsverbesserung mit zahlreichen neuen Auflagen. „Da greift der Gesetzgeber massiv in die Organisation der Krankenhäuser ein“, sagt von Dollen. Außerdem will er die stationäre und ambulante Notfallaufnahme ausbauen. Beide sind schon heute überlastet (der Courier berichtete). Und in den kommenden Jahren sollen nicht nur alle dann rund 800 Betten, sondern auch die IT und Medizintechnik erneuert werden. Ziel ist die papierlose Patientenakte.

Von Dollen ist sich der Herausforderungen bewusst. „Ich bin fit und fühle mich gut.“ Er ist Verfechter einer längeren Lebensarbeitszeit. „Wer kann, sollte länger arbeiten. Insofern bin ich auch ein Vorbild für das gesamte Krankenhaus-Team“, sagt er. Auch seine Frau Maren (46) freut sich, zwei weitere Jahre mit ihrem Mann zusammenarbeiten zu können. 2011 haben beide geheiratet. „Wir haben das natürlich besprochen, aber es war seine Entscheidung“, sagt sie. Mitte 2017 beginnt voraussichtlich die deutschlandweite Ausschreibung der Nachfolge. Auch unter einer neuen Chefin oder einem neuen Chef würde Maren von Dollen gerne im FEK weiterarbeiten. Sie hat dort gelernt und gehört seit 1986 dem Team an.

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erstellt am 30.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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