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Trakehner Hengstmarkt 2017 in Neumünster : Feiner Boden für die jungen Hengste

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

160 Helfer bereiten die Boxen vor, schleppen Strohballen und verteilen eine spezielle Bodenmischung in den Holstenhallen.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Die Körung der jungen Trakehner-Hengste in den Holstenhallen vermittelt seit 55 Jahren eine so besondere Atmosphäre, dass jedes Jahr Gäste aus aller Welt diese Veranstaltung miterleben wollen. Doch noch ist es nicht soweit. Denn in den Holstenhallen wird zurzeit noch fleißig gewerkelt.

Von morgen Mittag bis Sonntag werden 34 zweieinhalb Jahre alte Trakehner-Junghengste vor großer Kulisse im Mittelpunkt des Interesses stehen.

„Wenn man sich heute hier umsieht, kann man kaum glauben, dass es in 24 Stunden losgeht. Aber die rund 160 Mitarbeiter und Helfer sind ein eingespieltes Team, das weiß, worauf es ankommt. Dazu gibt es einen Regieplan, in dem der Ablauf minutiös festgehalten ist“, erklärte Detlef Thun als Veranstaltungsleiter des Trakehnerverbandes inmitten des Chaos’ aus Technik, schwerem Gerät und Strohballen dennoch ganz entspannt.

Gebaut wird für die vielversprechenden Jünglinge, die Auktionspferde und die an den Wettbewerben und Vorführungen beteiligten Rösser mit dem Elchschaufel-Brand jedoch nicht nur eine beeindruckende Szenerie. Auch rund 500 Kubikmeter bestens auf deren Bedürfnisse abgestimmter Boden aus Watt, Kies und besonderen Stoff-Schnipseln wird in die mit Gummimatten ausgelegte Halle 1 befördert.

„Um den Ansprüchen der Pferde gerecht zu werden, muss der Untergrund perfekt sein. Deshalb wird der Boden während der Veranstaltung regelmäßig auf seine Feuchtigkeit und Griffigkeit überprüft. Denn der Auftritt der jungen Hengste, die noch nie vor großem Publikum gelaufen sind, birgt immer auch ein gewisses Risiko“, erläuterte Detlef Thun.

Ebenso professionell geht es in den Stallungen zu. 200 Boxen werden, wie schon seit Jahren, von Ehrenamtlichen aus dem Reitverein Kellinghusen aufs Beste vorbereitet. Mit schweißtreibendem Einsatz von Forken und Besen eingestreut und verteilt wurde dazu feinstes, weiches Weizenstroh. „Die vierbeinigen Gäste und ihr ‚Personal‘ werden sich hier wohlfühlen“, waren sich die Helfer denn auch sicher.

Weiterhin kritisch, aber nicht ohne Zuversicht äußerte sich Detlef Thun dagegen über die Entwicklung des Pferdemarktes. „In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Pferdezucht um die Hälfte dezimiert. Diese Talsohle zeigt sich jetzt auch in dem vergleichsweise kleinen Körlot. Doch langsam erholt sich der Markt und für gute Pferde wird auch wieder gutes Geld bezahlt“, erklärte der Fachmann.

Das Programm des Hengstmarktes bietet allerdings wieder alles, was Züchter, Händler und Pferdeliebhaber glücklich macht. Denn neben der Körung, den Auktionen und hochklassigen Wettbewerben wird auch der große Trakehner-Galaabend am Sonnabend unter anderem mit seinem hochklassigen Darbietungen und Schaubildern von Pferden und Reitern sicher wieder für lautstarke Begeisterung auf voll besetzten Rängen sorgen.

>Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Interessierte unter www.trakehner-verband.de.
 

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