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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 04:47 Uhr

Festwochen-Start : Feier für das Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beeindruckendes Jubiläumskonzert in der Anscharkirche läutete die Festwoche ein. Mammut-Chor mit 120 Sängern meisterte die Symphonie-Kantate “Lobgesang“ von Mendelssohn-Bartholdy.

von
erstellt am 17.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Wenn jemand 100 Jahre alt wird, dann muss das gebührend gefeiert werden. Das zumindest meinen die Verantwortlichen der Kirchengemeinde Anschar. Am Sonntagabend luden sie Gemeindeglieder und Freunde zu einem Jubiläumskonzert in ihre „liebe, alte Dame“ ein, wie Pastorin Katja Engelhard die Anscharkirche in ihrer Begrüßung betitelte. Dem Anlass entsprechend standen große Werke auf dem Programm. „Romantik Pur. Die Nacht ist vergangen...“ beinhaltete Musik von Ferdinand Thieriot, Joseph Gabriel Rheinberger und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Den Anfang machte die Vertonung des 67. Psalm von Thieriot. Am Pult stand Christian Schröder, Chorleiter des Eltern-Lehrer-Chores der IGS-Brachenfeld. Sein Chor, die Cantica aus Wasbek, die Hohenwestedter Peter-Pauls-Kantorei und der Anschar-Chor summierten sich zu 120 Sängern. Hinzu kamen die 30 Musiker der Lübecker Sinfonietta. Mit großer Geste und viel Elan hielt Schröder die vier Chöre und die Instrumentalisten zusammen. Sein schwungvolles Dirigat animierte die Sänger zu einem voluminösen Klang. Für ihre Darbietung des 67. Psalms ernteten sie großen Applaus.

Dann übernahm Sven-Thomas Haase den Stab. Der Kantor, Organist und Chorleiter der Anscharkirche hatte die schwere Aufgabe übernommen, das Orgelkonzert Nr. 2, g-moll von Joseph Gabriel Rheinberger zu dirigieren. Das Orchester vor Augen und die Orgel im Rücken, gelang es Haase, das Zusammenspiel beider zu einem echten Klangerlebnis zusammenzuführen. Souverän meisterte hier die freischaffende Organistin Kerstin Petersen ihren anspruchsvollen Orgelpart. Nach der Pause, in der sich die Besucher bei Getränken und kleinen Snacks erfrischen konnten, stand ein großes Werk von Mendelssohn-Bartholdy auf dem Programm.

Die Symphonie-Kantate „Lobgesang op.52“ hatte der bedeutende Vertreter der Romantik 1804 anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Gutenberg im Auftrag der Stadt Leipzig komponiert. Trotz höchster Ansprüche an Musiker und Sänger stellte sich Sven-Thomas Haase dieser großen Aufgabe. Mit diszipliniertem Taktschlag führte er Chor, Solisten und Orchestermusiker sicher durch den einstündigen „Lobgesang“. Von ein paar Patzern abgesehen, so fand etwa die Sopranistin an der wichtigsten Stelle des Stückes ihren Ton nicht, war das Jubiläumskonzert ein überwältigender Auftakt für die Festwoche.



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