Defekter Brandmelder : Fehlalarm: 300 Schüler standen im Regen

Nur ein Fehlalarm: Nachdem die Feuerwehr die Schule wieder freigegeben hatte, drängten die Schüler zurück in ihre Klassen.
Nur ein Fehlalarm: Nachdem die Feuerwehr die Schule wieder freigegeben hatte, drängten die Schüler zurück in ihre Klassen.

Feuerwehr lobte schnelle Evakuierung der Helene-Lange-Schule. Mathearbeit mit Hindernissen

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14. Januar 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Die Pause war gerade vorbei, da klingelte die Schulglocke schon wieder: Feueralarm! Rund 300 Schüler der Helene-Lange-Schule drängten gestern Morgen kurz nach 10.30 Uhr erneut auf den Schulhof, diesmal um sich im Klassenverband abzählen zu lassen. Wichtigste Frage im Regen auf dem Schulhof: Haben wirklich alle Schüler und Lehrer das Gebäude verlassen? – Hatten sie. Wenn auch zum Glück ohne ernsten Hintergrund: Es war nur ein Fehlalarm!

Nachdem der erste Schrecken überwunden war, konnte die Schulleitung gestern Morgen schon wieder etwas Gutes an der Sache finden: „Das hat wirklich prima geklappt. Alle Klassen konnten ihre Schülerzahlen lückenlos nachweisen“, freute sich Norbert Vetter, kommissarischer Leiter der Hela über den guten Ausgang der unverhofften Pause. Auch von der Feuerwehr gab ’s ein dickes Lob: „Die waren wirklich fix!“, staunte der Einsatzleiter.

Tatsächlich war die Schule nur drei bis vier Minuten nach dem Alarm geleert, noch bevor die ersten Feuerwehrleute in das Gebäude an der Roonstraße stürmten. Parallel zum Anruf bei der Feuerwehr hatte die Schulleitung die Evakuierung des Schulgebäudes eingeleitet.

Die Feuerwehr durchsuchte das Gebäude, konnte jedoch keinen Brandherd entdecken. Auch die Brandmelder im Gebäude waren in Ordnung. Vermutlich hatte ein technischer Defekt in der zentralen Klingelanlage der Schule den Fehlalarm ausgelöst. Der Verdacht erhärtete sich, als die Anlage nur kurz nach dem Zwischenfall erneut Feueralarm meldete – wiederum fälschlicherweise. Heute soll ein Techniker den Fehler beheben, um an der Schule wieder den Alltag einkehren zu lassen. Denn einfach ausschalten mochte die Schulleitung die defekte Anlage gestern auch nicht.

Weiteren Unterrichtsausfall gab es an der Schule wegen des Fehlalarms nicht. Eine Klasse darf wegen der Zwangspause auf besondere Nachsicht hoffen. Sie schrieb gerade eine Mathearbeit. „Wir überlegen, wie wir die Unterbrechung bei der Bewertung der Arbeiten berücksichtigen sollen“, sagte Norbert Vetter.

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