Krankenhaus-Finanzierung : FDP: „Wir stehen zum kommunalen Krankenhaus“

Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus an der Friesenstraße hat das Trinkwasser abgestellt.
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Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus an der Friesenstraße hat das Trinkwasser abgestellt.

Liberale dementieren Privatisierzungspläne für das FEK.

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27. September 2014, 08:00 Uhr

Neumünster | Neumünsters FDP wehrt sich gegen Vorwürfe, sie betreibe eine Privatisierung des Friedrich- Ebert-Krankenhauses. Zu keinem Zeitpunkt habe die Partei einen Verkauf des FEK im Sinn gehabt, unterstrich gestern Reinhard Ruge, stellvertretender Kreis-Chef der Liberalen.

Ruge reagierte damit auf entsprechende Äußerungen des Grünen-Kreisvorsitzenden Hans Heinrich Voigt während eines Besuchs der Grünen-Landespolitikerin Dr. Marret Bohn im Krankenhaus am vergangenen Mittwoch (der Courier berichtete). Voigt hatte dort seiner Freude Ausdruck verliehen, dass sich die Ratsversammlung im Juli trotz finanzieller Engpässe klar für den Erhalt der Klinik in kommunaler Trägerschaft ausgesprochen habe. Dabei hatte er indirekt den Eindruck erweckt, die FDP sei für eine Privatisierung der Klinik.

Tatsächlich hatten sich in der Ratsversammlung im Juli auch die beiden FDP-Ratsvertreter zur kommunalen Trägerschaft bekannt, zur Kostendämpfung allerdings vorgeschlagen, den Betrieb als so genanntes Patientenhotel zu prüfen. Dieser Vorschlag war vom Rat einhellig abgelehnt worden. Insbesondere die SPD geißelte den Vorstoß als Einstieg in die Privatisierung durch die Hintertür.

Reinhard Ruge wehrte sich auch gestern gegen diesen Vorwurf: „Gerade weil wir eine möglicherweise drohende Komplettprivatisierung verhindern wollen, haben wir diese Variante ins Spiel gebracht“, sagte Ruge. Es gebe gute Gründe, in den zentralen Orten des Landes Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zu haben. Die FDP stehe zum FEK, unterstrich der stellvertretende FDP-Kreischef.





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