FDP: Bürgerinitiative Großflecken kämpft auf falscher Seite

FDP-Ratsherr Reinhard Ruge
FDP-Ratsherr Reinhard Ruge

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14. Januar 2015, 22:40 Uhr

Die anhaltende Kritik der Bürgerinitiative (BI) Großflecken an der Entscheidung für den Bau der Holsten-Galerie stößt im politischen Neumünster auf Widerspruch. FDP-Fraktionschef Reinhard Ruge reagierte gestern mit Unverständnis auf die neuen Vorwürfe der BI, die Stadt habe die (negativen) Auswirkungen auf den Handel der Umlandgemeinden bewusst verschwiegen.

Es sei schon einigermaßen verwunderlich, dass sich die „so genannte Bürgerinitiative Großflecken“ zwar um die Einkaufssituation der Städte und Gemeinden im Umland sorge, nicht aber um die Belange Neumünsters und des Großfleckens selber, stichelt Ruge.

Neumünster habe bei der Entscheidung über neue Magnete im Einzelhandel vor der Aufgabe gestanden, sich zwischen den Einkaufsstädten Kiel und Kaltenkirchen optimal zu positionieren, um ständigem Kaufkraftabfluss entgegenzuwirken, argumentiert der FDP-Ratsherr. Dies sei der Stadt mit dem DOC erfolgreich gelungen und werde mit dem Einkaufszentrum in der Innenstadt fortgeführt, so Reinhard Ruge.

„Von einer Bürgerinitiative Großflecken sollte man erwarten dürfen, dass von ihr Impulse für eine Attraktivitätssteigerung des Großfleckens ausgehen und die Erfolge der Stadt nicht klein geredet werden“, wettert Ruge gegen die BI.

Die Bürgerinitiative hatte den Bau der Holsten-Galerie am vergangenen Mittwoch erneut als krasse Fehlentscheidung beklagt: Gemeinsam mit dem DOC gefährde das Einkaufscenter die Handelsstrukturen benachbarter Zentren und damit die „wohnortnahe Versorgung von deutlich über 100 000 Menschen“, sagte BI-Sprecher Christian Busch. Dies lasse sich aus einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Verträglichkeitsanalyse herauslesen, deren nicht genehme Passagen die Stadt bislang bewusst unter Verschluss halte, kritisiert die BI (der Courier berichtete). Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras hatte das am Mittwoch postwendend zurückgewiesen. Die Bürgerinitiative interpretiere die Zahlen falsch.

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