Naturfilmabend : Faszinierende Bilder vom wilden Sri Lanka

Wenn über den Bergen von Sri Lanka die Sonne aufgeht und wärmt, entsteht viel Dunst, der die Berge einhüllt.
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Wenn über den Bergen von Sri Lanka die Sonne aufgeht und wärmt, entsteht viel Dunst, der die Berge einhüllt.

Der Courier lädt am kommenden Montag zum Naturfilmabend in die Holstenhalle 2 ein, Eintritt frei

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28. Juli 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Am kommenden Montag startet in Neumünster die Tournee des Eckernförder Naturfilmfestivals „Green Screen“ durch 14 Städte im Verbreitungsgebiet des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) und nach Sonderburg (Dänemark).

Die Vorstellung in der Holstenhalle 2 beginnt um 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr). Der Eintritt ist kostenlos, die Parkplätze ebenfalls. Es gibt keine Karten, wird aber genügend Sitzplätze geben. Die Filme dauern jeweils rund 45 Minuten, und zwischen dem zweiten und dritten Film ist eine kurze Pause eingeplant. Die Holstenhallen-Gastronomie wird Getränke und Snacks anbieten.Anschließend können die Zuschauer ihren Lieblingsfilm wählen, denn der sh:z vergibt beim Green-Screen-Festival (10. bis 14. September) wieder den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis: Der Film, der auf den 15 Veranstaltungen die meisten Stimmen der Leser sammelt, wird damit ausgezeichnet.

Einer der Filme heißt „Wildes Sri Lanka - Waldwelt“ und wurde von Joe Loncraine und Mike Birkhead produziert:

Blaues Meer, weiße Strände, grüne Wälder – Sri Lanka gilt als Perle des Indischen Ozeans. Diese Insel vor der Südostküste von Indien ist kleiner als Bayern, aber ihre Natur zeigt sich derart üppig und ihre Tier- und Pflanzenwelt so vielfältig, dass sich Sri Lanka in dieser Hinsicht mit einem ganzen Kontinent messen kann.

Faszinierende Flugaufnahmen und spektakuläre Kamerafahrten, extreme Nahaufnahmen und weite Landschaftspanoramen, Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln ein eindrucksvolles Bild. In den Wäldern im Inneren der Insel leben mehrere Arten von Languren in den Baumkronen – die Affen sind die Akrobaten des Dschungels. Weißbartlanguren leben in den Gebirgswäldern bis in 2000 Meter Höhe. Wegen der Zerstückelung ihres Lebensraums gilt diese Art als stark gefährdet.

Am Boden findet sich manches Schlangennest: Hier ist der Tigerpython zu Hause, mit mehr als fünf Metern Länge eine der größten Schlangen der Welt. Der Python bebrütet und umsorgt sein Gelege nur solange, bis sich der Nachwuchs in den Eiern zu regen beginnt. Kurz bevor die Jungen schlüpfen, verlässt das Elterntier instinktiv das Nest; andernfalls würde es den eigenen Nachwuchs fressen.

Ein fürsorglicher wirkendes Brutverhalten zeigt der Blau- oder Schmuckkitta, ein farbenprächtiger Vertreter aus der Familie der Rabenvögel, der nur auf Sri Lanka vorkommt. Neben den Eltern kümmern sich alle nahen Verwandten um den Nachwuchs - der Familienverband schafft Futter heran und kümmert sich um die Küken, bis sie das Nest verlassen.

Einer der kleinsten Bewohner von Sri Lankas Wäldern ist die Weberameise. Sie errichtet Nester auf Bäumen mit einer erstaunlichen Konstruktion: mehrere Ameisen, die zusammen auf einem Blatt sitzen, packen mit ihren Beißzangen ein benachbartes Blatt am Rand und ziehen es zu sich heran. Weitere Artgenossen schaffen einige der eigenen Larven herbei, und die sondern feine, klebrige Fäden ab, mit dem die Ameisen die Blätter zusammenkleben, bis ein rundum geschlossenes Nest für ein ganzes Volk entstanden ist.

Die Bergwälder der Insel sind der Lebensraum des Felsenfrosches, der aussieht wie ein Stein und dadurch in den Flüssen kaum auszumachen ist. 1500 Meter über dem Meer leben Süßwasser-Krabben, und nachts erscheinen die Schlank-Loris mit ihren riesigen Augen.

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