zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 08:21 Uhr

Gildeball : Farbenfrohe Feier bis in den Morgen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Gäste kamen zum traditionellen Tanzvergnügen der Jacoby-Bürgergilde ins Restaurant der Holstenhallen. Musik, Tanz und launige Reden beherrschten den langen Abend

Neumünster | Zu den Traditionen der Jacoby-Bürgergilde zählt auch der Gildeball. Das rauschende Fest wird stets von der amtierenden Majestät ausgerichtet und unter ein persönliches Motto gestellt. Am Sonnabend feierten 150 Gäste im Restaurant der Holstenhallen deshalb mit ihrem König, dem Malermeister Andreas Clausen, und seiner Gattin Königin Ute unter dem Titel „farbenfroh durch die Nacht“.

„Andreas ist ein guter König, denn er lebt die Grundsätze der Gilde aus Überzeugung“, lobte Gilde-Kapitän Fritz Jensen die amtierende Majestät. Und auch Clausen selbst war deutlich anzusehen, mit welcher Freude er dieses ehrenhafte Amt bekleidet. „Ich bin ein stolzer König“, gab er unumwunden zu.

Bis auf die Bürgergilde von 1578 und die Jacoby-Bürgergilde haben sich alle Gilden in Neumünster im Laufe der Zeit aufgelöst, weil der ursprüngliche Zweck des Zusammenschlusses, die gegenseitige Hilfe bei Brand und Tod, entfallen ist. Die beiden heute noch vorhandenen Gilden erfreuen sich jedoch großer Beliebtheit und haben keine Nachwuchssorgen. „Zurzeit stehen bei uns 18 Anwärter auf der Warteliste, denn die Mitgliederzahl ist nach wie vor auf 199 Gildebrüder begrenzt. Und daran wird sich auch nichts ändern“, erklärte dazu Fritz Jensen.

Frühlingshaft farbenfroh hatte Königin Ute auch die Tischdekoration mit Arrangements aus Primeln und Narzissen gestaltet. „Der Stil und die Farbenpracht der Roben unserer Damen passen perfekt zu meinem Motto“, bemerkte der König anerkennend.

Die traditionelle „Rede an die Damen“ widmete Clausen dem Umgang mit dem schönen Geschlecht und dessen Fallstricken für die Männer sowie der begrüßenswerten Gleichberechtigung. Allerdings erklärte er augenzwinkernd: „Wenn Gott gewollt hätte, dass Frauen Flugzeuge fliegen, hätte er den Himmel rosa gemacht.“ Die amüsante Ansprache wurde (auch von den Damen) mit viel Applaus belohnt und anschließend strömten die Gäste auf die Tanzfläche.

Für den guten Ton war hier die Stammband „Sam Brown“ zuständig. Die sorgte mit aktuellen Hits und beliebten Oldies für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.  


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen