Ratsversammlung : Familienzentrum auf Eis gelegt

Zuletzt wurde die Freifläche der ehemaligen Sick-Kaserne an der Werderstraße 2009 für das Stadtspiel „Neumünstrum“ bebaut.
Zuletzt wurde die Freifläche der ehemaligen Sick-Kaserne an der Werderstraße 2009 für das Stadtspiel „Neumünstrum“ bebaut.

Auf Initiative der SPD-Fraktion stellte die Ratsversammlung das grundsätzlich von allen Fraktionen begrüßte Projekt zunächst zurück.

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10. Juli 2014, 07:30 Uhr

Neumünster | Die Planungen für das neue Familienzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Sick-Kaserne sind vorerst gestoppt. Auf Initiative der SPD-Fraktion stellte die Ratsversammlung das grundsätzlich von allen Fraktionen begrüßte Projekt am Dienstagabend zunächst zurück. Schlichte Begründung: Die städtischen Gremien, aber auch die betroffenen Kinder und Jugendlichen seien bislang nicht oder nur unzureichend angehört und beteiligt worden.

„Das hätte eine prima Vorlage geben können, sie ist es aber leider nicht“, giftete SPD-Ratsherr Karsten Schröder im Rat gegen die Verwaltungsspitze. Er erinnerte daran, dass der Rat bereits vor einem Jahr die Verwaltung aufgeforderte hatte, die Beteiligung der betroffenen Stadtteilbeiräte (Stadtmitte und Faldera) nachzuholen. Das Versäumnis von damals sei bis heute nicht repariert. Und selbstverständlich hätte bei einem Investitionsvolumen von 3,3 Millionen Euro auch der Finanzausschuss zuvor gehört werden müssen, monierte Schröder.

Vergeblich versuchte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, die Verwaltung zu verteidigen: Es gehe noch nicht um den Bau des neuen Zentrums, sondern lediglich um grünes Licht für die weiteren Planungen.

Allerdings: Mit dem Antrag wollte die Stadt auch grünes Licht für den Kauf des Geländes an der Werderstraße von der Wobau. Nach den Berechnungen der Stadt könnte die Kommune unter dem Strich rund eine Million Euro sparen, wenn sie die angedachte Kombination aus Kita, Familienzentrum und Jugendzentrum in Eigenregie bauen lassen würde und nicht, wie ursprünglich angedacht, durch die Wobau. Das Thema wird die Ratsversammlung jetzt spätestens in sechs Monaten erneut beschäftigen.

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