Neumünster : Familienzentren: Imagefilm informiert in zehn Sprachen

Den neuen Imagefilm über die Familienzentren der Stadt stellten (von links) Jörg Asmussen (Fachdienst Frühkindliche Bildung) und Filmemacher Knud Marbach, Dietrich Mohr (Ruthenberger Rasselbande), Stephanie Wandel (Einfeld), Edna Trepel (St. Bartholomäus), Nicole Pingel (Werderstraße), Franka Jahn (Schwedenhaus), Sabine Beckmann-Gibbisch (Projektleiterin), Barbara Drobny (St. Elisabeth) und Stadtrat Carsten Hillgruber vor.
Den neuen Imagefilm über die Familienzentren der Stadt stellten (von links) Jörg Asmussen (Fachdienst Frühkindliche Bildung) und Filmemacher Knud Marbach, Dietrich Mohr (Ruthenberger Rasselbande), Stephanie Wandel (Einfeld), Edna Trepel (St. Bartholomäus), Nicole Pingel (Werderstraße), Franka Jahn (Schwedenhaus), Sabine Beckmann-Gibbisch (Projektleiterin), Barbara Drobny (St. Elisabeth) und Stadtrat Carsten Hillgruber vor.

Besonders Familien mit Migrationshintergrund sollen über die Angebote von Familienzentren informiert werden.

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01. Dezember 2017, 09:15 Uhr

Neumünster | „Wir sind die Ruthenberger Rasselbande! Wir sind für die Familie da!“ – die Kita-Kinder aus Ruthenberg halten fröhlich ein Schild „Familienzentrum“ hoch. Sie sind eine der Protagonisten, die in einem fünfminütigen Imagefilm die Familienzentren der Stadt vorstellen. Denn diese sind inzwischen mit ihren weitreichenden Angeboten für die ganze Familie weit mehr als „nur“ Kitas. Um auch Menschen, deren Heimat nicht Deutschland ist, über die Möglichkeiten zu informieren, wurde der Film im Auftrag der Stadt gedreht und gestern von Stadtrat Carsten Hillgruber und Jörg Asmussen, Leiter des Fachdienstes Frühkindliche Bildung, vorgestellt.

Elternfrühstück, Papa-Kind-Club, Stärken der Erziehungskompetenzen, Unterstützung der Eltern schon während der Schwangerschaft, Freizeitangebote für Senioren, niedrigschwellige Beratung von Eltern bei Erziehungsfragen – die Familienzentren stehen inmitten eines Netzwerks und sind so eine zentrale Anlaufstelle für Eltern. Andererseits werden Eltern auch durch „aufsuchende Sozialraumarbeit“ außerhalb erreicht – beides ist wichtig für die Integration von Familien mit Migrationshintergrund.

Seit 2008 gibt es Familienzentren per Beschluss der Ratsversammlung; aktuell gibt es in der Stadt sechs – St. Bartholomäus, St. Elisabeth, Einfeld, Ruthenberger Rasselbande, Schwedenhaus und Werderstraße. Der Film stellt alle im Kurzportrait dar – mit ihren Koordinatoren, den Kindern und beispielhaften Freizeitangeboten.

Ermöglicht wurde der Film vom Sozialministerium, das im Mai zusätzliche Mittel für Familienzentren beschloss. Insgesamt gehen 58000 Euro nach Neumünster; 3000 Euro kostete der Film, für den der TV-Journalist und Regisseur Knud Marbach und sein Kameramann Oke Jens im Oktober von einem Familienzentrum zum nächsten flitzten. Der Rest der Mittel wurde in das Aufstocken der Angebote für die ganze Familie, Honorare für Fachkräfte, aber auch Dolmetscher gesteckt – ohne letztere geht oft gar nichts.

„Welche Angebote wir aufgestockt haben, wurde in den letzten drei Monaten ausgelotet. Das hat auch noch seine Wirkungen ins nächste Jahr“, sagt Eleny McIlroy-Earp vom Fachdienst, die Familien mit Fluchterfahrung berät.

Der Film wird demnächst auf der Internetseite der Stadt zu sehen sein; offizielle Premiere wird am 8. Dezember auf einer Fachtagung mit allen 120 Familienzentren des Landes sein – Neumünster präsentiert seine Zentren mit diesem Film.

„Bei uns ist aber das Besondere, dass nicht jedes Zentrum einen einzelnen Förderbetrag bekommt, sondern dass wir trägerübergreifend die Mittel verteilen. Damit schaffen wir Synergie-Effekte, damit ist Neumünster vorbildlich und eine Leuchtturm-Kommune“, stellte Asmussen erfreut fest.

Übersetzt wird der jetzt deutschsprachige Film in weitere neun Sprachen – Arabisch, Türkisch, Persisch, Kurdisch Kurmanci, Kurdisch Sorani, Bulgarisch, Rumänisch, Englisch, Russisch und Französisch.

Ob es nächstes Jahr erneut Mittel für die Familienzentren gibt, steht noch nicht fest – „ehe wir an den städtischen Haushalt gehen, hoffen und warten wir sehnlichst auf einen erneuten Beschluss des Landes“, so Asmussen. Eine Zusage hat gute Aussichten: Auch bei der Bekämpfung von Armut sollen die Familienzentren eingespannt werden.

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