Neumünster : Familienhaus am Anscharforum

Dr. Constanze von Wildenradt (von links) und Heinrich Deicke von der Diakonie, Anschar-Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann, Propst Stefan Block und Dr. Beate Jentzen vom Anschar-Kirchengemeinderat betrachten die Baupläne.
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Dr. Constanze von Wildenradt (von links) und Heinrich Deicke von der Diakonie, Anschar-Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann, Propst Stefan Block und Dr. Beate Jentzen vom Anschar-Kirchengemeinderat betrachten die Baupläne.

Diakonie und Anschar-Kirchengemeinde bauen ihre Zusammenarbeit aus. Investiert werden mindestens 2 Millionen Euro.

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21. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Neumünster | Die Büsten von Reformator Martin Luther und Diakonie-Gründer Johann Heinrich Wichern im Treppenaufgang des Anschargemeindehauses gewinnen neue Symbolkraft: Die Diakonie hat der Kirchengemeinde zum 1. Januar 2018 das denkmalgeschützte Gebäudes Am Alten Kirchhof 4 abgekauft (der Courier berichtete) und plant Großes.

Die Kita geht mit allen Erzieherinnen in die Trägerschaft der Diakonie über und soll um eine Gruppe erweitert werden. Aus dem Parkcenter ziehen die Familienbildungsstätte, das Familienbüro, die Beratung „Frau & Beruf“ an die neue Adresse.

Dort sind im ersten Halbjahr Umbauten geplant. So sollen im Saal im Obergeschoss ein Eltern-Kind-Raum, ein Seminarraum und Büroarbeitsplätze entstehen. 13 angestellte und mehr als 40 Honorarkräfte werden im neu gestalteten „Familienhaus“ arbeiten. Um den Kita-Ausbau umsetzen zu können, hat die Diakonie zudem vom Kirchenkreis das bereits seit Langem gemietete Nachbarhaus Nummer 2 gekauft. Hier ist etwa die Schuldnerberatung angesiedelt. Das Sozialkaufhaus könne 2018 noch im Parkcenter bleiben.

Diakonie-Chef Heinrich Deicke schätzt die Kosten für Kauf und Umbau Am Alten Kirchhof auf 2 bis 2,5 Millionen Euro und betont: „Hier sind nicht zwei Akteure am Werk, sondern Kirche als Ganzes.“ Die Diakonie wolle sich um die Anerkennung der Kita als Familienzentrum bemühen.

Die Gemeinde gebe zwar – auch auf finanziellen Druck – Haus und Kita-Trägerschaft auf, bleibe aber für die religionspädagogische Arbeit zuständig und könne das Haus weiter nutzen, betont Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann. Die Gemeindearbeit solle aber in die Anscharkirche verlagert werden, die sich dafür an allen sieben Tagen der Woche und nicht nur am Sonntag öffnen will. Auch dort sind Umbauten, etwa eine Küche, Sanitärräume und ein Aufzug, geplant. Zum Advent 2018 möchte die Gemeinde fertig sein. Propst Stefan Block sprach von einem Leuchtturmprojekt am Anscharforum: „Diakonie und offene Kirche setzen gemeinsam Akzente.“

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