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Bei Neumünster : Familiendrama in Wasbek - Ermittlungen werden eingestellt

vom

Ein 22-Jähriger schoss auf seine Eltern. Die Mutter überlebte - und wurde inzwischen vernommen.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 15:50 Uhr

Wasbek | Nach dem Familiendrama auf einem Bauernhof in Wasbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) will die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen einstellen. Die Hintergründe für die Tat in der Nacht zum 24. November würden weiter im „familiär-privaten“ Bereich vermutet, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die bei der Familientragödie schwer verletzte Mutter konnte mittlerweile von der Polizei vernommen werden.

Die Schüsse hatten den kleinen Ort Wasbek in der Nähe von Neumünster erschüttert. Auf dem abgelegenen Hof hatte ein 22-Jähriger erst seinen 48 Jahre alten Vater getötet, dann seine Mutter schwer verletzt und zuletzt an einem Hochsitz seine Waffe gegen sich selbst gerichtet. Während der Suche nach dem Schützen hatte die Polizei die Bevölkerung gewarnt.

Einsatzkräfte hatten in der Nacht zum 24. November gegen 2.30 Uhr auf dem abgelegenen Hof die Leichen des 48 Jahren alten Familienvaters und seines Sohnes entdeckt. Die 45 Jahre alte Mutter überlebte das Drama schwer verletzt. Sie wurde in einer Klinik notoperiert.

Nach einer mehrstündigen Suche in der Umgebung hatten die Einsatzkräfte am Morgen eine männliche Leiche an einem Hochsitz. Genaue Erkenntnisse soll die Obduktion des Leichnams in der Rechtsmedizin bringen. Mit einem Ergebnis wird frühestens am Mittwoch gerechnet.

Ermittler der Mordkommission stellten Jagdwaffen sicher. Mindestens eine der Waffe sei benutzt worden, hieß es am Dienstag. Deshalb waren die Nachbarn des sehr ländlich gelegenen Hofes noch in der Nacht von der Polizei gewarnt worden. Auch Spezialkräfte waren zeitweise im Einsatz.

Vater und Sohn arbeiteten beide in dem landwirtschaftlichen Betrieb, dem größten Bauernhof im Dorf. Beide waren nach Angaben von Wasbekern Jäger. „Ich kenne die Leute. Da war nichts Auffälliges. Der Sohn hat immer ganz freundlich gegrüßt. Alles ganz normal“, sagte eine Wasbekerin am Tag nach dem Familiendrama.

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