St.-Petersburg-Virtuosen : Familien-Trio stimmte auf Weihnachten ein

Im „Wohnzimmer“ der Villa Wachholtz glänzte am Sonntag das Spitzenensemble St.-Petersburg-Virtuosen (von links) Natalia Alenitsyna (Violine), dem 14-jährigen Emanuel Meshvinski (Violine/Viola) und Pjotr Meshvinski (Violoncello) mit Werken von Schubert, Dvorák und Mozart.
Im „Wohnzimmer“ der Villa Wachholtz glänzte am Sonntag das Spitzenensemble St.-Petersburg-Virtuosen (von links) Natalia Alenitsyna (Violine), dem 14-jährigen Emanuel Meshvinski (Violine/Viola) und Pjotr Meshvinski (Violoncello) mit Werken von Schubert, Dvorák und Mozart.

Die St.-Petersburg-Virtuosen spielten auf Einladung der Gerisch-Stiftung in der Villa Wachholtz.

shz.de von
13. Dezember 2016, 17:00 Uhr

Neumünster | Wer in diesen Tagen die Villa Wachholtz betritt, findet sich in einem weihnachtlichen Zauberland wieder, im dem sich zahlreiche Engelein tummeln und historische Motive zum Träumen einladen. Eine anheimelnde Verführung besonderer Art bot jedoch das Konzert der St.-Petersburg-Virtuosen am Sonntag, die auf Einladung der Gerisch-Stiftung im „Wohnzimmer“ des Hauses gastierten.

Das Familien-Trio in der Besetzung mit Mutter Natalia Alenitsyna (Violine), dem 14-jährigen Sohn Emanuel Meshvinski (Violine/Viola) und dem Vater und Gründer des Ensembles Pjotr Meshvinski (Violoncello) hatte für die 45 Besucher ein Programm vorbereitet, dass, beginnend mit dem Trio für Violine, Viola und Violoncello D 581 B-Dur von Franz Schubert (1797 - 1828), die Exzellenz der Musiker unter Beweis stellte.

Brillant interpretierte das Trio anschließend das anspruchsvolle Terzetto C-Dur Op. 74 für zwei Violinen und Viola von Antonín Dvorák (1841 - 1904). Zu spüren war hierbei insbesondere die spielerische Übereinstimmung der Künstler. Denn bei dieser Komposition des Tschechen geraten viele Musiker an ihre technischen Grenzen.

Den Schlusspunkt unter diesen außergewöhnlichen Hörgenuss setzte schließlich – wieder in der Besetzung mit Violine, Viola und Violoncello – das Divertimento (Streichtrio) Es-Dur, KV 563 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791).

Diesem Werk, das unter Musikexperten als eines der vollendetsten und feinsten gilt, hatte Mozart „nur“ den Zusatz „Vergnügen“ gegeben. Doch in seinem Gehalt steht es seinen Sinfonien in nichts nach. Und in der wunderbaren Interpretation des Ensembles St.-Petersburg-Virtuosen wurde dies denn auch einmal mehr deutlich.

Am Ende erhielten die Künstler begeisterten Applaus für einen Abend, der in seiner musikalisch-behaglichen Atmosphäre für eine wohlige Vorfreude auf das Fest sorgte.

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