zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 10:11 Uhr

Falsche Erwartungen?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:36 Uhr

3. Advent. Wir haben unsere Erwartungen an die letzten Tage im Advent und an Weihnachten. Wir erinnern uns noch gut an die Gefühle von damals. Wir würden gerne wieder daran anknüpfen. Noch einmal dieselbe Vorfreude und Spannung erleben. Noch einmal so erwartungsvoll staunen wie damals. Stattdessen staunen wir heute darüber, dass alles anders geworden ist, wie wenig wir zur Ruhe kommen und wie schnell alles vorbei ist. Sind unsere Erwartungen vielleicht falsch?

Es besteht ein gewaltiger Unterschied darin, wen oder was ich erwarte. Brasilien erwartet ein Fest, ein WM-Fest. Und den WM-Herren und den Fifa-Bossen wird mit Milliarden Investitionen der „Weg bereitet“. Der WM-Hochstimmung darf und soll nichts im Wege stehen. Die Sorge der WM-Festvorbereiter: „Hauptsache jetzt kommt nichts mehr dazwischen!“ Wenn ich einen Handwerker erwarte, dann ist vorher schon etwas dazwischen gekommen. Wenn ich einen Handwerker erwarte, muss ich nicht vorher die Wohnung renovieren. Nein, so unaufgeräumt wie sie ist, lasse ich ihn direkt in den Keller an die kaputte Heizung. Ich erwarte nicht Hochstimmung, ich erwarte Hilfe.

Was erwarten wir in den verbleibenden Adventstagen und Weihnachten? Ein Fest oder Hilfe? Es wird bestimmt noch etwas dazwischen kommen. Eine Absage, meine Einsamkeit, ein Streit, meine Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit, eine Krankheit… Da trägt jeder seine eigene Geschichte. Weihnachten ist geschehen, weil Gott es nicht ertragen kann, dass wir daran alleine tragen. Gott möchte unbedingt persönlich zu uns Menschen und schlüpft in unsere Haut. Wir sollen wissen, da ist einer, der uns versteht und zu uns steht. Da ist einer, der uns helfen kann und unbedingt will: Gott.

Wir sind eingeladen, in den nächsten Tagen Gottesdienste und Weihnachtskonzerte zu besuchen, uns Augenblicke der Stille zu gönnen und uns von Gott zusprechen zu lassen, wie er denn helfen möchte. Advent bedeutet mit großen Erwartungen zu leben, nicht an ein Fest, sondern an Gott und seine Hilfe. Er wartet bestimmt schon voller Freude darauf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen