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Polizeibericht : Fall Linnemann: Mordkommission erhält erste Hinweise

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erst sechs Monate nach dem Verschwinden des jungen Mannes suchten die Ermittler die Hilfe der Öffentlichkeit.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2015 | 08:15 Uhr

Neumünster | Noch immer fehlt von dem jungen Neumünsteraner Georg Linnemann (28) jede Spur. Seit gestern sucht die Kieler Mordkommission unter anderem auch  in einem Courier-Bericht  öffentlich nach dem Studenten. Möglicherweise wurde er getötet. Nach dem ersten  Zeugenaufruf   haben sich gestern  drei Anrufer bei der Kieler Mordkommission gemeldet. „Eine Person haben wir zu einem Gespräch einbestellt“, sagt Polizeisprecher Matthias Arends.

Georg Linnemann lebte noch nicht lange in Neumünster, war aus Bremervörde (Niedersachsen) zugezogen. Zu seinen Eltern, beide Ärzte, soll er seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt haben. Sein Vater starb im vergangenen November, kurz vor Georgs mysteriösem Verschwinden. Vermisstenanzeige erstattete die  Lebensgefährtin des Maschinenbau-Studenten. Tragisch: Am Montag brachte die Neumünsteranerin die gemeinsame Tochter zur Welt.

Warum die Ermittler erst sechs Monate nach dem Verschwinden  die Öffentlichkeit um Hilfe baten, erklärt Polizeisprecher Arends:  „Es lagen zunächst keine Hinweise auf eine Straftat vor“, so der Ermittler.

Die Polizei sucht jetzt unter anderem nach einer Garage, in der Georg Linnemann mit Komplizen möglicherweise Diebesgut gelagert habe.

Der Falderaner  gehörte nach Einschätzung der Polizei zu einer Gruppe von Kleinkriminellen. Die Polizei geht davon aus, dass zwei seiner Kumpanen (26 und 28 Jahre) ihn getötet haben. Das Motiv ist unklar.  Die Verdächtigen  sitzen in Untersuchungshaft und schweigen.

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