zur Navigation springen

SWN-Baustelle : Faldera: Warmwasser fehlte nur fürs Spülen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

SWN-Fernwärmereparatur: Für die meisten kein Problem / Gastronom kochte Wasser auf

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2015 | 07:30 Uhr

Neumünster | Dampfschwaden entwichen gestern Vormittag aus der Baustelle der Stadtwerke an der Warmstorfstraße. Unter einem Sonnenschirm waren die Rohrleitungsbauer Jörg Rusniak und Hans Jäger dabei, einen maroden Schlammfang auszutauschen – und dafür musste die Fernwärme abgeschaltet werden. In den Straßen rund um die Baustelle hatten daher Haushalte und Betriebe kein warmes Wasser – für die meisten war das kein Problem.

„Wir brauchen kein warmes Wasser, wir putzen und desinfizieren mit extra Mitteln“, sagt Carolyn Braun, Leiterin des Sonnenstudios Top Tan an der Wasbeker Straße. Vis-à-vis im Friseursalon „Passion for Hair“ setzt Friseurmeisterin Ann-Christin Stenzeleit auf das Verständnis ihrer Kunden: Kundin Sara Gerhardt (22) findet bei den Temperaturen eine kalte Haarspülung sogar angenehm. „Falls Kunden es warm wünschen, stellen wir notfalls den Wasserkocher an“, sagt die Meisterin.

Im Getränkemarkt Bahr an der Liegnitzer Straße ist warmes Wasser nicht nötig: „Unsere Putzfrau kommt heute nicht, das ist für uns völlig unerheblich“, sagt Mitarbeiterin Petra Wolgast.

Warmes Wasser ist dort nötig, wo Lebensmittel verarbeitet werden. „Meine Sahnemaschine muss täglich mit 60 Grad heißem Wasser desinfiziert werden. Aber glücklicherweise habe ich einen Boiler, der mit Strom läuft“, sagt Karina Thormann, Inhaberin von Janny’s Eis an der Ehndorfer Straße.

Überrascht von dem Warmwasser-Ausfall wurde Andrea Mosca, Inhaber der neuen Pizzeria „Piazzetta“ an der Ehndorfer Straße. „Teller gehen in den Geschirrspüler, aber Gläser und fettige Pfannen werden von Hand gespült. Wir werden wohl Wasser in großen Töpfen kochen müssen“, sagt der 44-Jährige. Seine Frau Andrea ist erbost: „Das ist uns mit unserem Restaurant in Quickborn auch schon passiert, dass plötzlich der Strom abgeschaltet wurde. Wir haben in Neumünster nichts in der Post gefunden, und wir haben den Schaden. Das ist eine Unverschämtheit. Aber wir werden das schon irgendwie hinkriegen.“ SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt erklärt: „Alle Betriebe, die unsere Kunden sind, werden persönlich informiert, die privaten Haushalte erfahren das über die Presse. Wir bedauern das, ich halte das für einen Einzelfall.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen