Neumünster : Faldera: Das wünschen sich Senioren

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Inga Wawrzinek-Braune (von links), Gunda Kulle, Hannelore Althaus, Hans Georg Stanull, Elke Kuchler und Regina Graumann bildeten das Interviewer-Team.
Inga Wawrzinek-Braune (von links), Gunda Kulle, Hannelore Althaus, Hans Georg Stanull, Elke Kuchler und Regina Graumann bildeten das Interviewer-Team.

Die Ergebnisse der Befragung von 148 älteren Bewohnern Falderas liegen vor. Mobilität und Wohnen bewegen die Bürger am meisten.

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26. November 2018, 18:11 Uhr

Gut drei Monate lang befragte ein Interviewer-Team vom Begegnungszentrum Faldera im Frühjahr Senioren ab 65-Jahren im Stadtteil Faldera nach ihrer Lebenssituation und ihren Wünschen. Jetzt legte die Projektleiterin Elke Kuchler die Ergebnisse vor.

Von den 850 angeschriebenen Personen haben sich 148 zu dem Gespräch auf freiwilliger Basis bereiterklärt. Zentrale Themen sind die Infrastruktur und das Wohnen für die Befragten. Bei nachlassender Mobilität und zunehmenden Versorgungs- und Betreuungsbedarf fehlt es vielen an ausreichender ärztlicher Versorgung, Apotheken und Banken in Faldera. „Die Infrastruktur im Stadtteil wird immer schlechter“, bemängeln viele Senioren.

Hat man kein Auto mehr und ist in seiner Mobilität eingeschränkt, ist zu Fuß keine Einkaufsmöglichkeit und keine Behörde mehr erreichbar und die Teilnahme an Veranstaltungen kaum möglich. Hier könne ein kostengünstiger Fahrdienst helfen. Auch fehle eine Bus-Querverbindung zum Freesen-Center.

Zum Thema Wohnen war die häufigste Aussage der Befragten: „Ich möchte so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben.“ Das Manko: Günstiger Wohnraum – ob nun mit oder ohne Unterstützungsangebote – ist in Faldera kaum vorhanden. Auch Beratungsangebote zum altersgerechten Umbau des eigenen Hauses oder eine Tauschbörse „Haus gegen barrierefreie Wohnung“ waren Ideen. Stadt, Stadtteilbeirat und der Seniorenbeirat werden sich nun mit den Ergebnissen beschäftigen und schauen, was von den Wünschen umsetzbar ist.

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