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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 03:37 Uhr

CDU : Fairer Kampf mit einem klaren Sieger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Parteichef Wolf Rüdiger Fehrs tritt bei der Landtagswahl 2017 für die CDU an. Keine ungewöhnlichen Mitgliederbewegungen vor der Wahl

Neumünster | Das Wichtigste vorneweg: In der CDU Neumünster und Boostedt gab es in den vergangenen Wochen keine massenhaften Eintritte. In Neumünster wurden in diesem Jahr etwa zehn neue Mitglieder aufgenommen, in Boostedt waren es fünf. Manipulationen wie zuletzt in Dithmarschen hat es vor und während der Wahl des Landtagskandidaten also nicht gegeben; auf dem klaren Sieg von Wolf Rüdiger Fehrs (49) am Dienstagabend liegt kein Schatten.

Das Ergebnis war ohnehin mehr als eindeutig. Der Kreisvorsitzende und Ratsherr Fehrs setzte sich mit 92 zu 23 Stimmen gegen Dirk-Justus Hentschel durch (der Courier berichtete) und wird nun versuchen, im Mai 2017 im Wahlkreis Neumünster/Boostedt das Direktmandat für seine Partei zu holen.

Segebergs CDU-Kreisvorsitzender Gero Storjohann eröffnete die Nominierungsveranstaltung, und der CDU-Landesgeschäftsführer Dr. Axel Bernstein leitete die Wahl. Gastredner war der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder. Auch der Bundestagsabgeordnete und CDU-Bundesschatzmeister Dr. Philipp Murmann war dabei. Neumünster stellte natürlich den größeren Teil der Mitglieder im Saal (102); aus Boostedt kamen 16 Mitglieder.

Jeweils zwölf Minuten brauchten die Bewerber, um sich vorzustellen. Wolf Rüdiger Fehrs, Vertriebsleiter eines mittelständischen Unternehmens, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er trat 1983 in die Junge Union ein und wurde von seinem politischen Ziehvater Klaus-Uwe Jürgens an die CDU herangeführt. Seit 2003 ist er Mitglied im Kreisvorstand und jetzt im sechsten Jahr Parteichef von Neumünster. „Beherrschendes Thema der Politik sind die Flüchtlinge. Wir müssen den wirklich Hilfsbedürftigen Schutz bieten, aber für eine spürbare Senkung der Zahlen sorgen. Wer kommt, muss sich integrieren. Es gibt keinen Rabatt auf unsere Werteordnung“, sagte Fehrs. Als Abgeordneter wolle er sich für mehr Innere Sicherheit, mehr Investitionen in die Infrastruktur, weniger „Einheitsbrei“ in der Bildungspolitik und einen besseren Umgang mit den Finanzen einsetzen.

Dirk-Justus Hentschel ist Haus- und Betriebsarzt mit eigener Praxis in Einfeld. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und ist 1998 in der CDU. Vor den Mitgliedern betonte er mehrfach, dass er als Arzt und Notarzt gelernt habe, besonnen und konsequent zu handeln. Er könne gut zuhören, verhandeln, etwas durchboxen und Wahlen gewinnen (zweimal als Direktkandidat bei Kommunalwahlen). Sein Ziel als Abgeordneter werde sein, jährlich 50 neue Mitglieder für die CDU zu gewinnen. „Und wir brauchen Konzepte für die Integration der Flüchtlinge“, so Hentschel.

Nach fairem Wahlkampf gratulierte Hentschel dem Sieger als einer der ersten und wünschte ihm Erfolg. Es war nicht Hentschels erster Versuch, auf eine größere Bühne zu springen. Beim Kampf um eine Kandidatur für den Bundestag unterlag er 2005 Helmut Lamp und 2008 dann Dr. Philipp Murmann.

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erstellt am 10.Mär.2016 | 08:00 Uhr

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