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Holsteinischer Courier

14. Dezember 2017 | 18:39 Uhr

„Faire Sprache“ fürs Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 17.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Manchmal muss man etwas provokant daherkommen, um was durchzuboxen: Auf ihrem Faltblatt für eine „faire Sprache“ im Rathaus hat die Gleichstellungsstelle Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras frech mit „Oberbürgermeisterin“ untertitelt – „aus Gründen der besseren Lesbarkeit“, wie zugehöriger Sternchen-Text anmerkt.

Der witzige Einstieg soll zum Nachdenken anregen und Rathausmitarbeiter – Männer wie Frauen – ermuntern, künftig doch bitteschön in Berichten, Vorlagen Formularen und sonstigen Schriftstücken geschlechtsneutrale Formulierungen zu wählen. Eine geschlechtergerechte Sprache gehöre zu den Standards einer modernen Verwaltung, forderte die Gleichstellungsbeauftragte Heidi Basting, die die Broschüre der Ratsversammlung vorstellte.

Werden die Vorschläge fleißig befolgt, dürften die Bürgerinnen und Bürger künftig öfter Formulierungen wie Lehrkräfte (statt Lehrer), Beschäftigte (statt Arbeitnehmer/Mitarbeiter), Ansprechperson (statt Ansprechpartner), aber auch „antragstellende Person“ (statt Antragsteller) lesen. Schön wäre es, wenn man im Zuge dieser Reform auch gleich das Behördendeutsch aus dem Rathaus mit durchforsten könnte.

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