Fahrpreisunterschiede ärgern Stolper

Um erhebliche Kostenabweichungen der Schülerbeförderung zwischen Ruhwinkel, Wankendorf und Neumünster soll sich jetzt einmal das Amt kümmern, meint der Stolper Bürger  Hans Albert Horn.
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Um erhebliche Kostenabweichungen der Schülerbeförderung zwischen Ruhwinkel, Wankendorf und Neumünster soll sich jetzt einmal das Amt kümmern, meint der Stolper Bürger Hans Albert Horn.

Der Amtsausschuss Bokhorst-Wankendorf tagte / Für die Feuerwehr soll ein Schnelleinsatzzelt angeschafft werden

shz.de von
07. April 2014, 12:30 Uhr

Die Kosten der Schülerbeförderung waren ein Thema im Ausschuss des Amtes Bokhorst-Wankendorf, der jetzt in Ruhwinkel tagte. Warum eine Monatskarte für einen Schüler, der die Busverbindung Wankendorf-Neumünster nutzt, gerade einmal 43,50 Euro und ein anderer in der Nachbargemeinde Ruhwinkel für die Strecke Schönböken-Neumünster satte 64 Euro hinblättern muss, ist für Hans Albert Horn aus Stolpe nicht nachvollziehbar.

Hier seien ganz klar Verhandlungen mit dem Busbetreiber gefordert, so Horn, der neben der Schülerbeförderung noch weitere Mängel im regionalen Nahverkehrsnetz ansprach. Hierzu zähle etwa die weiterführende Verbindung und Verknüpfung von Bus und Bahn über Bad Segeberg in Richtung Hamburg. „Schön, wenn du mit dem Bus ankommst und den Zug noch in der Ferne Richtung Hamburg fahren siehst“, sagte Horn. „Zuständig ist der Kreis Plön“, erklärte Stolpes Bürgermeister Holger Bajorat. Für andere Schnittstellen des Nahverkehrs, wie etwa in Bad Segeberg, wäre Kiel Ansprechpartner. Trotzdem will sich Amtsvorsteher Jörg Engelmann mit dem Kreis in Verbindung setzen und anschließend die Bürger über den Sachstand zur Schülerbeförderung informieren.

Außerdem wurde die Neuanschaffung eines Schnelleinsatzzeltes für die Feuerwehr beschlossen. Rund 8000 Euro soll das Amt hierfür mit Zubehör investieren. Zwar könnte, wie Großharries Bürgermeister Jochen Steinau anmerkte, auch das Technische Hilfswerk (THW) bei größeren Einsätzen als Unterstützung mit entsprechenden Zelten zu Hilfe gerufen werden, aber auch das verursache Kosten. Befürwortet wurde auch die Ausbauplanung für Schmutzwasser im neuen Wankendorfer Baugebiet Froschkoppel. Knapp 30 Grundstücke sollen dort entstehen.

Als sinnvoll sahen die Vertreter der Gemeinden im Amtsausschuss auch die kostenfreie Überlassung der Einrichtung des ehemaligen Wankendorfer Physikraums an den Schulverband Sventana an. Eine Neuanschaffung für die Sventanaschule in Bornhöved müsste auch über die Verbandsumlage finanziert werden, hieß es. So müsste der Schulverband nur die Umbau- und Umzugskosten tragen.

Glückwünsche in Abwesenheit gab es für den Schiedsmann Karl-Friedrich Hölken, der für weitere fünf Jahre gewählt wurde. Außerdem wurde die mit einem Rücklagenbestand von rund 55 500 Euro abschließende Jahresrechnung 2013 des Amtes verabschiedet.

Zu guter Letzt wurde mit der Zustimmung zur Mitgliedschaft des Amtes in der Akademie für ländliche Räume ein Beschluss des Amtsausschusses nachgeholt, der wie Engelmann berichtete, wohl im Zug der Fusion der Ämter untergegangen war.


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