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Südfriedhof : Fahrerflucht an der Friedhofsmauer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung / Die Friedhofsverwaltung geht von einem Schaden im fünfstelligen Bereich aus

Neumünster | Ob es nun Vandalismus oder schlicht ein Fahrfehler war – der Schaden, den ein unbekannter und flüchtiger Autofahrer an der denkmalgeschützten Mauer des Südfriedhofs anrichtete, ist jedenfalls erheblich.

Die Spuren von durchdrehenden Reifen auf dem Parkplatz sind noch deutlich zu sehen. Das Fahrzeug muss dort mit einigem Tempo in die Mauer gekracht sein. Obwohl das auf den ersten Blick gar nicht so offensichtlich ist, wurde dabei die Mauer aus rotem Klinker mit schmiedeeisernen Ornamentgittern schwer beschädigt.

Peter Lang, der Chef der Friedhofsverwaltung, geht sogar von einem Totalschaden in dem Segment aus. Lang rechnet damit, dass die Mauer ganz abgetragen, die Steine gereinigt und neu aufgemauert werden müssen. Auch die Eisengitter müssen gerichtet werden. Uwe Kröger, der frühere Baupfleger des Kirchenkreises Neumünster, schätzt den Schaden dadurch auf eine fünfstellige Summe.

Wann genau der Vorfall passierte, ist unklar. „Vor etwa sechs Wochen hat unsere Putz- und Pflegekolonne die Beete an der Mauer gesäubert. Da war noch nichts“, sagt Peter Lang. Erst am vergangenen Donnerstag bemerkte die Kolonne dann die Beschädigung an der Mauer, die vermutlich im Eröffnungsjahr des Südfriedhofs (1929) gebaut und vor etwa 15 Jahren saniert wurde.

Die Friedhofsverwaltung hat Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Fahrerflucht. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 945-0 bei der Polizei zu melden. Das Fahrzeug muss auch deutliche Schäden davongetragen haben und kann so möglicherweise identifiziert werden. Ärgerlich ist der Vorfall auf jeden Fall. „Gegen so etwas ist die Friedhofsverwaltung nicht versichert“, sagt Peter Lang.

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erstellt am 18.Mai.2017 | 08:30 Uhr

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