Kita Wittorf : Fachfirma desinfizierte die Räume

Die städtische Kindertagesstätte an der Reuthenkoppel ist wegen einer Welle von Brech- und Durchfallerkrankungen geschlossen.
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Die städtische Kindertagesstätte an der Reuthenkoppel ist wegen einer Welle von Brech- und Durchfallerkrankungen geschlossen.

Stadt weist Kritik zurück, die Eltern der erkrankten Kinder zu spät gewarnt zu haben.

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11. Juli 2015, 06:45 Uhr

Neumünster | Die Stadt tritt Anschuldigungen entgegen, sie habe die Kita Wittorf viel zu spät geschlossen. Bei einer frühzeitigen Warnung der Eltern hätte man sich viele Krankheitsfälle ersparen können, sagte eine Anruferin zum Courier und sprach von 60 kranken Kindern am Donnerstag.

„Diese Zahl kenne ich nicht, es waren 24 Kinder und Erzieher krank“, teilte Jörg Asmussen vom Fachdienst Frühkindliche Bildung mit. Die Stadt stehe bei solchen Infektionskrankheiten in der Meldepflicht. Am Donnerstagmittag habe Amtsärztin Dr. Alexandra Barth in Abstimmung mit ihm entschieden: Die Kita wird für mindestens 48 Stunden geschlossen. Die Eltern seien dann innerhalb von zwei Stunden informiert worden. All das sei in Abstimmung mit dem Landesjugendamt als Aufsichtsbehörde geschehen.

Die Kita-Räume an der Reuthenkoppel wurden gestern von einer Fachfirma desinfiziert. Erkrankte dürfen erst wieder in die Kita zurück, wenn sie mindestens 48 Stunden ohne Symptome sind. „Die Schließung der Kita ist natürlich eine Belastung für die Eltern, aber die Gesundheit geht vor“, sagte Asmussen. Das Gesundheitsamt gehe nicht von einer weiteren Gefährdung, sondern nur von einer Häufung der Fälle aus, so Asmussen. Wegen eines ähnlichen Vorfalls war die Kita Schwedenhaus vor drei Jahren geschlossen worden.

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