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Fachmarkt darf wachsen : Expert-Markt zieht in den Störpark um

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadt und Selbstverwaltung geben grünes Licht für neuen Standort des Elektronikmarktes. Inhaber Kai Jensen kündigt Erweiterung an.

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erstellt am 30.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Das Einkaufszentrum Störpark am Haart bekommt  Verstärkung:  Der Elektronikfachmarkt Expert wird von der Rügenstraße nach Gadeland umziehen. Dafür machten Stadt und Politik am Donnerstagabend im Bauausschuss den Weg frei. Expert-Inhaber Kai Jensen (46) gab sich nach der Entscheidung sichtlich erleichtert: „Ich bin sehr glücklich. Nach acht  Jahren Suche können wir    endlich erweitern.“ Jensen  will sein Stammgeschäft nun möglichst bald in den ehemaligen Praktiker-Markt im Störpark verlegen. Die fast  8000 Quadratmeter große Halle   will er sich etwa zur Hälfte mit dem Betreiber eines Sonderpostenmarktes teilen.

 Am bisherigen Stammsitz an der Rügenstraße verkauft Expert derzeit auf rund 1500 Quadratmetern. Am Haart könnte das Geschäft in mehreren Stufen auf bis zu 2500 Quadratmeter wachsen,  schwebt  dem Neumünsteraner Unternehmer vor. Die restlichen Flächen will er als  Lager und für die Verwaltung der inzwischen auf fünf Märkte  angewachsene  Firmengruppe nutzen. „Wir brauchen dringend mehr Platz“,  so Jensen.

Die Entscheidung im Bauausschuss fiel einstimmig, zumal offenbar auch die Verwaltung keine Hindernisse für einen Umzug sieht. Da der Störpark zu den Sonderstandorten gehört,  ist der Umzug auch nach den strengen Regeln des Einzelhandelskonzepts  (EHK) zulässig. Im Gegensatz zum bisherigen Standort kann Expert dort auch erweitern – trotz eigentlich innenstadtrelevanter Verkaufssortimente. 

Genau daran waren die bisherigen Umzugspläne  aber immer wieder gescheitert: 2007 wollte Jensen das ehemalige Lekkerland-Gelände am Grünen Weg gegenüber von Nortex übernehmen, den Markt auf 2500 Quadratmeter erweitern und das  Personal aufstocken. Die Stadt lehnte ab, weil das EHK den großflächigen Verkauf von Elektronikwaren außerhalb des Zentrums verbietet  – außer eben an ausgewiesenen Sonderstandorten wie etwa dem Störpark. Dort will Jensen jetzt rund vier Millionen Euro investieren.

 Einen möglichen Pferdefuß will Jensen in Absprache mit der Stadt selber aus dem Weg räumen. Weil das  Nutzungsrecht Elektronikfachmarkt auch für den dann geräumten Markt an der Rügenstraße weiter gilt, will Jensen seinen Mietvertrag dort trotz  Umzugs mindestens bis 2018 aufrechterhalten. Wie er  die Halle nutzen will, weiß er noch nicht: „Vielleicht treffen wir uns dort zum Skat“, scherzte er  Donnerstag. Einen fremden Elektronikmarkt soll es dort jedenfalls nicht geben.

Auch am neuen Standort könnte es für ihn allerdings  noch ein Problem geben. Weil auch Jensens Partner  im  Praktikermarkt, der neue Sonderpostenmarkt,  innenstadtrelevante Sortimente  verkauft, will die Stadt  in einem gesonderten Gutachten feststellen,  wie sich der  Markt auf den Innenstadthandel  auswirken könnte.

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