Ex-Ehec-Patient: "Ich bin wirklich gut davongekommen"

 Manfred Bruhn-Lobin
Manfred Bruhn-Lobin

Avatar_shz von
21. Oktober 2011, 07:51 Uhr

Neumünster | Heute geht es ihm wieder gut. Aber es hat auch nahezu drei Monate gedauert, bis sich Dr. Norbert Bruhn-Lobin von der schweren Ehec-Infektion erholt hat. Und in der gefährlichsten Phase der Krankheit im Juni war keineswegs ausgemacht, dass der Geschäftsführer der MBA in Wittorferfeld die Ansteckung ohne Neben- und Nachwirkungen überstehen würde.

15 Tage lang wurde Bruhn-Lobin im Friedrich-Ebert-Krankenhaus behandelt, fünf Tage davon lag er auf der Intensivstation (der Courier berichtete). Die Plasmapherese half, die angegriffenen Nieren vor dem Erreger zu schützen; schätzungsweise 90 Prozent seines Blutplasmas wurden ausgetauscht. Der Ehec-Patient, Ehefrau, Tochter und Sohn zeigten sich erleichtert, dass die Giftstoffe - im Gegensatz zu anderen Patienten in Deutschland - die Blut-Hirn-Schranke nicht durchbrochen haben und keine neurologischen Ausfälle zu verzeichnen waren.

Bruhn-Lobin, begeisterter Wassersportler und auch Vorsitzender des Ruder-Clubs, ist überzeugt, dass seine gute körperliche Kondition zur Gesundung beigetragen hat. "In einer solchen Phase merkt man, wie wichtig der Sport im Leben ist." Im Juli saß er zwar schon wieder im Boot und machte auf dem Einfelder See die ersten Ruderschläge. Aber erst nach seinem Jahresurlaub im August mit ausgiebiger Erholung und langen Spaziergängen hatte er das Gefühl, dass er die körperliche Schlappheit endgültig überwunden und "die Null-Linie" erreicht hatte.

Bruhn-Lobin lobt die FEK-Mannschaft, bei der er sich stets gut aufgehoben wusste. Auch die Therapie habe bei ihm sofort angeschlagen. Rückblickend stellt er heute fest: "Ich bin wirklich gut davongekommen."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen