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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 03:08 Uhr

Euphorie, Erleichterung und Effektivität

vom

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wilhelmshaven | Lange musste der VfR Neumünster auf seinen dritten Auswärtssieg in der laufenden Saison warten. Zuletzt hatten die "Veilchen" am 4. November 2012 beim VfB Oldenburg dreifach in der Fremde gepunktet. Gestern nun war es wieder einmal so weit. Und das 3:0 in Wilhelmshaven glättete bei Lila-Weiß so manche Sorgenfalte, die sich im nun wohl erfolgreich und vorzeitig beendeten Abstiegskampf abgezeichnet hatte.

Auch VfR-Trainer Ervin Lamce hatte mit Hinblick auf die Auswärtsschwäche seines Teams, das zuvor erst acht Zähler außerhalb des heimischen Stadions geholt hatte, "im Vorwege definitiv nicht mit einem solchen Resultat gerechnet". Sein Team setzte die vorgegebene Marschroute in Wilhelmshaven glänzend um. "Wir wollten zunächst defensiv sicher stehen und dann mit Pässen in die gegnerischen Schnittstellen für Gefahr sorgen", verriet Lamce.

Eine sattelfeste Abwehr bezeichnete auch der starke Innenverteidiger Yannik Jakubowski als ersten Schlüssel zum Erfolg. "Wir haben hinten gut gestanden und vorne in der ersten Halbzeit zwei richtig starke Spielzüge mit Toren vollendet", meinte der 22-Jährige und ergänzte: "Nach der schwachen Leistung gegen Meppen wollten wir zeigen, dass wir sehr wohl in der Lage sind, den Sack in Sachen Klassenerhalt frühzeitig zuzumachen." Spätestens mit dem dritten VfR-Tor sei, so Jakubowski, alles klar gewesen. Den sehenswerten Treffer hatte Marco Schultz erzielt, der sich nach dem Schlusspfiff geradezu diebisch über seinen Geniestreich freute: "Ich habe den Ball einfach optimal getroffen. Wir haben jetzt 36 Punkte, das sollte eigentlich reichen", sagte Schultz, der seinen Blick auch schon auf das SHFV-Pokal-Finale am kommenden Donnerstag gegen den TSV Kropp richtete: "Die Euphorie dieses Sieges müssen wir jetzt mitnehmen, müssen aber auch vorsichtig sein. Solch ein Finale ist immer ein ganz besonderes Spiel."

Das Gegenteil von Euphorie machte sich im SVW-Lager breit. Während Co-Trainer und Ex-VfR-Akteur Dario Fossi die Top-Effektivität der Lila-Weißen lobte ("So spielt man Fußball."), hatte Chefcoach Christian Neidhart seinen Spielern ob der sportlichen Misere und des drohenden Abstiegs noch vor der Pressekonferenz viel Trost spenden müssen. "In der Kabine sitzen 17 Mann mit hängenden Köpfen. Einige haben sogar Tränen in den Augen. Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber am Sechzehner des VfR war für uns Sendepause."

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