zur Navigation springen

Grossenaspe : „Es wird auf keinen Fall wieder eine Kneipe“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem Brand wird die Gaststätte „Zur Mühle“ in Großenaspe abgerissen.

Großenaspe | Geblieben ist nur ein Haufen Schutt: Das Großfeuer, das im Dezember den Großenasper Hotel- und Gaststättenbetrieb „Zur Mühle“ zerstörte, hinterließ nur noch eine Ruine (der Courier berichtete) Nun sind hier die Abrissarbeiten im Gange.

Mit schwerem Gerät muss der hohe Berg aus Steinen, Holz und Leitungen abgetragen werden. Und zwischen den Trümmern liegen auch immer noch Spielsachen, Matratzen und Hausrat, der den beiden Familien gehörte, die bei dem Brand alles verloren.
Vor Ort war auch der Besitzer des Hauses, Harald Todt. Der 64-Jährige ließ es sich auch nicht nehmen, bei den Aufräumarbeiten selbst mit Hand anzulegen. Dennoch betrachtete er sein ehemaliges Elternhaus mit gemischten Gefühlen. „Ich bin hier aufgewachsen. Meine Eltern habe hier ihr Geld verdient. Das sind Erinnerungen, die steckt man nicht einfach so weg“, erzählte er. „Aber es ist niemand zu Schaden gekommen. Das ist das Wichtigste. Alles andere wird man sehen“, sagte er weiter.

Der zwar in Mitleidenschaft gezogene, aber erhaltene Teil des Hauses soll zunächst stehen bleiben. Doch ob es sich lohnt, in einen Wiederaufbau zu investieren, weiß Harald Todt derzeit noch nicht.

Auch über einen Neubau hat er noch nicht nachgedacht. „Wenn überhaupt, wird es auf keinen Fall wieder eine Kneipe. Aber jetzt müssen wir alles erstmal schier machen“, erklärte er.

Zur Brandursache, so berichtete der Eigentümer, gehe die Versicherung inzwischen davon aus, dass das Feuer durch einen Kurzschluss in einem Lagerraum entstand. Brandstiftung werde mittlerweile von den Fachleuten ausgeschlossen. Dennoch seien die Untersuchungen noch nicht abschlossen und auch die genaue Schadenshöhe stehe noch nicht fest.

„Dabei hatte ich das Haus ja eigentlich zum 1. April verkauft. Ich wollte mich davon trennen. Aber nun kann ich nicht liefern. Außerdem muss ich das alles für mich auch erst einmal klar kriegen“, sagte Harald Todt.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen