Polizeibericht : Es war nicht der erste Angriff auf die Frau

Hier ereignete sich die Bluttat: Ein abgestreuter Fleck erinnert an das nächtliche Geschehen an der Wasbeker Straße.
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Hier ereignete sich die Bluttat: Ein abgestreuter Fleck erinnert an das nächtliche Geschehen an der Wasbeker Straße.

Nach dem brutalen Messerangriff auf eine Frau (37) sitzt der mutmaßliche Täter (43) jetzt in Untersuchungshaft.

shz.de von
23. Juni 2015, 07:45 Uhr

Neumünster | Nach dem brutalen Messerangriff auf eine Frau (37) sitzt der mutmaßliche Täter (43) jetzt in Untersuchungshaft. Das teilte die Polizei gestern auf Anfrage mit. Offenbar war es nicht der erste Übergriff des Mannes auf sein Opfer.

Die jüngste Attacke ereignete sich am vergangenen Donnerstag spätabends in einem Auto am Straßenrand an der Wasbeker Straße vor dem Haus Nummer 108 (der Courier berichtete). Nachbarn hörten gegen 23.50 Uhr plötzlich verzweifelte Schreie aus einem geparkten Wagen und eilten herbei. Die Passanten versuchten, der blutenden Frau zu helfen – allerdings vergeblich. Der Mann stach weiter auf sie ein. Erst die herbeigerufenen Polizisten konnten den Angreifer wegziehen. Die Frau wurde vom Notarzt versorgt und kam mit schweren Verletzungen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus. „Sie wird immer noch stationär intensiv behandelt“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs zum Gesundheitszustand.

Nach Auskunft der Kieler Staatsanwaltschaft hat es in jüngster Vergangenheit bereits mehrere Angriffe des 43-Jährigen auf die Frau gegeben. So sind Körperverletzungen und Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz aus Ende 2014/Anfang 2015 aktenkundig. „Es wurde schon Anklage erhoben. Zum Prozess kam es aber nicht mehr. Da kam jetzt die Tat dazwischen“, erklärte Staatsanwalt Michael Bimler auf Nachfrage.

Offenbar kannten sich Opfer und Täter seit längerem.

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