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Trakehner Hengstmarkt : „Es war knapp, sogar sehr knapp“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Perpignan Noir“ heißt der Sieger. „Helium“ wurde Reservesieger. Der Gala-Abend bot ein abwechslungsreiches Programm mit Überraschungen.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Holstenhalle 1. Die Tribünen sind gut gefüllt, es knistert vor Spannung. Zwei der insgesamt fünf Prämiumhengste stehen noch in der Halle, die anderen drei wurden bereits ausgiebig von der Körkommission gelobt und haben den Ring unter großem Beifall verlassen. Übrig sind „Perpignan Noir“ und „Helium“. Einer wird gleich die Schärpe des Siegerhengstes tragen, der andere wird ihm als Reservesieger folgen. Perpignan Noir“ macht das Rennen. Für 340 000 Euro wurde der Sieger verkauft. Das ist der bisher höchste erzielte Preis auf dem Trakehner Hengstmarkt.

 

„Es war knapp. Es war sogar sehr knapp.“ Lars Gehrmann machte es bis zur letzten Sekunde spannend. Endlich die Entscheidung: „Der Reservesieger heißt: ,Helium‘“, sagte der Vorsitzende der Körkommission. Ein Raunen ging durch die Halle, dann tosender Applaus. Für den Zweiten und natürlich für den Siegerhengst „Perpignan Noir“. Das Publikum erhob sich von den Plätzen. Triumphale Hymnen begleiteten den zweijährigen Junghengst bei seinen Ehrenrunden durch die Halle. „So etwas hab’ ich noch nicht erlebt“, staunte Pascal Kondziora. Der Ausbilder von der Zuchtgemeinschaft König und Meier aus dem hessischen Dautphetal hatte „Perpignan Noir“ während der vergangenen Monate den nötigen „Feinschliff“ verpasst und begleitete seinen Zögling nun nach Neumünster. Den Trakehner Hengstmarkt besuchte der Pferdevorbereiter zum ersten Mal. „Das Publikum ist fantastisch, und die Organisation klappt reibungslos. Ich bin hier super aufgenommen worden“, begeisterte sich Pascal Kondziora.

Petra Wilm, die 1. Vorsitzende des Trakehner Verbandes, wird dieses Lob freuen. Gab es in der Vergangenheit doch immer wieder Anregungen, den Hengstmarkt zeitlich zu straffen. Vier Tage, das sei nicht mehr zeitgemäß, hieß es von Seiten der Kritiker. Petra Wilm widerspricht vehement: „Der familiäre Charakter der traditionellen Veranstaltung sollte unbedingt erhalten bleiben“, sagte die Dressurreiterin. Es gibt kaum einen Platz, wo die Pferde so zelebriert werden, wie in Neumünster. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass die Besucher nicht gehetzt werden wollen“, sagte Wilm. Man komme auch deshalb zum Trakehner Hengstmarkt, um sich auszutauschen und gemeinsam mit alten Bekannten zu feiern, so die Tasdorferin.

Am Sonnabend begeisterte ein dreistündiges Showprogramm mit vielen Überraschungen das Publikum. Unter dem Sattel von Vize-Europameisterin Christina Sprehe zeigte sich der „Überflieger-Hengst“ „Millennium“ von seiner besten Seite, als „Sonderzug nach Ganschow“ machte ein großes Schaubild seine Runden durch die Halle 1, und kleine Hunde begeisterten das Publikum mit großen Kunststücken.

Die ausgelassene Stimmung beim ausverkauften Gala-Abend, die vielen ehrenamtlichen Helfer – der Lions-Club Neumünster-Holsten übernahm bereits zum 23. Mal den Ordner-Dienst – und nicht zuletzt die zufriedenen Gesichter der Besucher machten deutlich, dass das viertägige Programm wieder bestens ankam.

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