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Holsteinischer Courier

25. November 2017 | 03:20 Uhr

Eiserne Hochzeit : Es funkte beim Fest

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seit 65 Jahren meistern Margarete und Bruno Möller das Leben gemeinsam.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2016 | 14:00 Uhr

Neumünster | „In guten wie in schlechten Zeiten“, so haben es sich Margarete und Bruno Möller bei ihrer Eheschließung vor 65 Jahren einander versprochen – und dies bis zum heutigen Tag ihrer eisernen Hochzeit auch immer so gehalten.

„Ich habe Margarete über die Bekanntschaft mit meinem zukünftigen Schwiegervater kennengelernt. Dieser war als aus englischer Gefangenschaft entlassener Soldat in meinem Heimatort Emkendorf (Kreis Plön) untergebracht. Und hier kam auch seine Familie, darunter Margarete, nach ihrer Flucht aus Pommern wieder zusammen“, erzählt der 89-Jährige.
Näher gekommen seien sie sich schließlich auf den zahlreichen Tanzfesten in der Umgebung. „Früher war ja auf jeder Bauernstelle mit einer Diele etwas los. Dabei hat es dann irgendwann gefunkt“, erinnert sich Margarete Möller (87). Dieser Funke blieb nicht lange ohne Folgen. Denn bereits im Hochzeitsjahr 1951 kam Tochter Heidemarie zur Welt.

„Die Familie meiner Frau war gerade nach Einfeld gezogen, als sich unser Nachwuchs ankündigte. Und natürlich musste dann schnell noch geheiratet werden. Die Zeremonie fand am 5. Mai in der Giekauer Kirche (Kreis Plön) statt. Anschließend haben wir in einem kleinen Zimmer bei den Schwiegereltern im damaligen Grünen Weg (heute Enenvelde) gewohnt“, berichtet der Jubilar.

Es folgten arbeitsreiche Jahrzehnte, in denen Bruno Möller als gelernter Elektroinstallateur unter anderem 33 Jahre lang im Ausbesserungswerk der Bahn an der Kieler Straße beschäftigt war. Seine Frau erlernte den Beruf der Friseurin. Später war sie lange Zeit als freundliche Verkäuferin an einem Käsestand den Kunden des Wochenmarktes ein Begriff.

Nach einigen Umzügen innerhalb Einfelds (in dieser Zeit kam der heute 58-jährige Sohn Bernd zur Welt) wurde 1963 ein schmuckes Haus in Tungendorf ihr Eigentum. Hier fühlen sie sich bis heute wohl. „Wir haben unseren Garten, eine warme Stube und gutes Essen. Wir sind zufrieden und dankbar dafür, dass wir einander haben“, erklärt das bescheidene Paar, das seinen Ehrentag heute im kleinen Kreis mit Familie und Nachbarn feiern wird.

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