Boostedt : „Es bleibt bei 500 Flüchtlingen“

Ulf Döhring,  Leiter der Zentralen Erstaufnahme für Flüchtlinge, zeigt , wie die Zimmer für die Asylsuchenden aussehen.
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Ulf Döhring, Leiter der Zentralen Erstaufnahme für Flüchtlinge, zeigt , wie die Zimmer für die Asylsuchenden aussehen.

Kommende Woche sollen drei weitere Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern bereit gestellt werden.

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11. Juli 2015, 06:45 Uhr

Boostedt | Schneller als geplant wird die Boostedter Erstaufnahmestelle noch mehr Menschen unterbringen müssen. Wegen des enormen Zustroms von Flüchtlingen werden schon in der kommenden Woche drei weitere Blöcke vom Bundeswehrgelände der Rantzau-Kaserne der Erstunterkunft zugeschlagen. „Die Zusage steht. Es bleibt bei 500 Flüchtlingen für Boostedt“, betonte Ulf Döhring, Leiter des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten.

Für die drei weiteren Gebäude gibt es bereits eine Teilfreigabe. „Die Blöcke sind schon leer, und die Übergabe ist für kommenden Mittwoch geplant“, erklärte Oberstleutnant Ullrich Burchardi vom Landeskommando Schleswig-Holstein. Nun müssen diese Blöcke noch durch einen Zaun vom Kasernengelände getrennt werden.

Über 350 Menschen sind bereits in der Boostedter Zweigstelle der Neumünsteraner Erstaufnahmestelle untergebracht. „Es ist alles sehr eng belegt“, sagt Ulf Döhring. 240 Leute pro Block seien möglich, doch das sollte man nicht ausnutzen. Außerdem seien die Kasernengebäude samt sanitärer Anlagen auf Männer ausgerichtet. Ein Block soll für alleinreisende Frauen mit Kindern reserviert werden. „Die bisherige Belegung geht auch zu Lasten der Freizeiträume, auch deswegen brauchen wir mehr Gebäude“, erklärt Ulf Döhring.

Der Gemeinde Boostedt war es von vornherein klar, dass noch weitere Gebäude dazugenommen werden. Deswegen sehen die Boostedter dem Zustrom auch unaufgeregt entgegen. 

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