Tag der offenen Tür : Erstes Kulturfestival im Lokschuppen

Schwere Handarbeit: Jens Paulsen (links) und Dr. Holger Busche vom Verein Kulturlokschuppen bringen die Drehscheibe in Bewegung.
Schwere Handarbeit: Jens Paulsen (links) und Dr. Holger Busche vom Verein Kulturlokschuppen bringen die Drehscheibe in Bewegung.

Beim Tag der offenen Tür stellte der Verein Kulturlokschuppen den rund 300 Gästen die Pläne vor.

shz.de von
20. April 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Was der Verein Kulturlokschuppen an der Brückenstraße leistet, um den Lokschuppen und das Gelände drumherum in Eigenleistung auf Vordermann zu bringen, verdient Hochachtung. Gestern schauten sich rund 300 Besucher beim Tag der offenen Tür auf der Anlage um.

Sogar einen Schwerkleinwagen, ein Schienenbaufahrzeug aus den 80er-Jahren, konnten sich die Besucher anschauen und sich von Tobias Bielenberg von den Rendsburger Eisenbahnfreunden das Gerät ausführlich erklären lassen. In der alten Lokleitung zeugen nur noch von Klaus Müller ausgestellte Bilder davon, wie vermüllt und zugewachsen das historische Gelände noch im vergangenen Jahr ausgesehen hat (der Courier berichtete). Und die Arbeit ist für die Ehrenamtler längst nicht beendet. Alleine der durch Vandalen entstandene Glasschaden ist enorm. „Das Wichtigste ist aber erstmal, dass wir die Gleisanlage auf Vordermann bringen, um die Rangierlok herholen zu können“, erzählten Dr. Holger Busche und Jens Paulsen vom Verein. Ab Ende April beginnen die Arbeiten.

So viel kann gesagt werden: Es ist vieles geplant auf dem Gelände im Schatten der Max-Johannsen-Brücke. Bereits am 7. bis 9. August dieses Jahres veranstaltet Nico Andresen, Inhaber des Kieler Restaurants Sterntaucher, auf dem so genannten Lokomotion Kulturgelände ein Kulturfestival. Kultur und Kulinarik sollen miteinander kombiniert werden. „Es wird ein Festival für Jung und Alt. Es wird zahlreiche Lichtinstallationen geben, Musik von Rock’n’Roll, Elektro bis Reggae und vieles mehr“, ließ Andresen gestern schon einiges durchblicken. In Zelten können die Gäste sogar auf dem Gelände übernachten. „Veranstaltungen dieser Art, Kunstausstellungen und anderes können wir uns künftig auf dem ganzen Gelände sehr gut vorstellen“, sagten auch Busche und Paulsen. Etwa auch im alten Werkstatt- und Sozialgebäude, wenn das Gebäude von einem Statiker freigegeben wird. Problematisch wird es auf dem Gelände noch mit Strom und Wasser werden. „Strom haben wir noch bis Ende dieses Jahres. Danach müssen wir selbst dafür aufkommen“, hieß es. In punkto Wasser sei die Frischwasserzufuhr zwar gewährleistet. Inwieweit die Kanäle jedoch noch intakt sind, müsse zunächst geprüft werden. Der Verein Kulturlokschuppen ist auf Spenden angewiesen.

>Spendenkonto: DE51440100460134324466, BIC: PBNKDEFF).

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