Neumünster : Erstes bulgarisches Volksfest ist voller Erfolg

Volkslieder sind Teil des bulgarischen Lebens. Die Folklore-Gruppe „Bulgary“ zelebriert ihre Traditionen mit selbstgenähten Trachten und Gesang.
Volkslieder sind Teil des bulgarischen Lebens. Die Folklore-Gruppe „Bulgary“ zelebriert ihre Traditionen mit selbstgenähten Trachten und Gesang.

300 Besucher erlebten fröhlichen Folklore-Tanz und ließen es sich schmecken

shz.de von
18. Juni 2018, 12:00 Uhr

Neumünster | Wenn die deutsche Liebe zu Volksfesten auf bulgarische Feierlaune trifft, entsteht ein großes Spektakel. Unter dem Motto „Neumünster ist weltoffen“ fand am Wochenende im Bildungszentrum des Vicelinviertels das erste bulgarische Volksfest in Neumünster statt. Initiiert wurde es von der Bulgarischen Gemeinschaft zusammen mit dem Forum der Vielfalt.

Die 300 Besucher erwartete eine bunte Mischung aus Tanz, Gesang und farbenfrohen bulgarischen Trachten. „Wir wollen eine jährliche Tradition beginnen, damit der bulgarische Geist am Leben erhalten wird“, sagte Natali Schnar, Vorsitzende des Forums der Vielfalt. Das Fest solle in Zukunft aber nicht nur den etwa 800 Bulgaren in der Stadt vorbehalten sein. Man hoffe, dass es im Laufe der Zeit zu einem interkulturellen Fest wird, bei dem alle Nationen zusammen feierten. Dieser Gedanke wurde gleich zu Anfang durch das Interkulturelle Orchester der Musikschule unterstrichen. Gespielt wurden deutsche, persische und bulgarische Volkslieder. „Wir wollen zeigen, dass es eine internationale Sprache gibt – die Musik“, sagte Stefan Back, der das Orchester leitet.

Welchen großen Anteil die Musik am bulgarischen Leben hat, demonstrierten auch die verschiedenen Folklore-Gruppen aus ganz Norddeutschland. In traditioneller Tracht sangen sie bulgarische Volkslieder und führten verschiedene Reigen und Kreis-Tänze auf, die das „bulgarische Temperament“ widerspiegelten, wie es Natali Schnar ausdrückte.
Auch die Vorsitzende des Landesausschusses für Integration, Babett Schwede-Oldehus, zeigte sich begeistert: „Wenn hier gefeiert wird, dann scheint die Sonne in Neumünster.“ Integration bedeute nicht, dass man seine eigene Kultur aufgeben müsse, sagte sie.

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