Alte Feuerwache : Erstes „bewachtes Wohnen“ in der Stadt

Für diese Planungen aus der Machbarkeitsstudie haben laut Wobau Denkmalschutz und Stadtplanung bereits ihr Okay gegeben. Sie zeigt rechts die Schützenstraße mit der alten Feuerwache. Oben zur Gartenstraße hin ist die Maschinenhalle zu sehen, unten an der Wittorfer Straße stehen die zwei Gebäude, die modernisiert werden sollen und links daneben die drei geplanten Geschossneubauten. In der Mitte des Entwurfs ist die Innenbebauung mit den begrünten Dachterrassen angedeutet.
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Für diese Planungen aus der Machbarkeitsstudie haben laut Wobau Denkmalschutz und Stadtplanung bereits ihr Okay gegeben. Sie zeigt rechts die Schützenstraße mit der alten Feuerwache. Oben zur Gartenstraße hin ist die Maschinenhalle zu sehen, unten an der Wittorfer Straße stehen die zwei Gebäude, die modernisiert werden sollen und links daneben die drei geplanten Geschossneubauten. In der Mitte des Entwurfs ist die Innenbebauung mit den begrünten Dachterrassen angedeutet.

Neues Wohnquartier in der alten Feuerwache könnte einen „Doorman“ bekommen, der für Sicherheit und Service der Bewohner sorgt

shz.de von
18. Februar 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Sofort kommen einem amerikanische oder französische Filme in den Sinn: Am Eingang eines Wohnblocks sitzt ein Sicherheitsmann, der nicht nur Besucher empfängt und weiterleitet, sondern auch kleine Dienste und Aufträge wie Auto waschen, Post einwerfen oder Einkäufe für die Mieter des Blocks erledigt. So einen sogenannten „Doorman“ könnte es bald zum ersten Mal auch in Neumünster geben. Die Wobau würde diesen Service gerne im neuen Wohngebiet „Alte Feuerwache“ anbieten.

„Die Nachfrage nach gehobenem Wohnraum in Neumünster ist groß. Warum soll es in einem so attraktiven, zentrumsnahen Gebiet nicht auch einen ,Doorman’ geben?“, fragt Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg. Nach seinen Vorstellungen könnte dieser Wachmann und Hausmeister in der ehemaligen Leitstelle an der geplanten Zufahrt zu dem Wohnblock seine Dienststelle haben und nebenan wohnen. Er soll zusätzlich einen kleinen Laden führen, in dem die Mieter wichtige Sachen des täglichen Bedarfs erhalten.

Zuständig ist er dann für alle Miet- und Eigentumswohnungen, Häuser und Büros auf dem Areal. Durch die geplante Bebauung der bisher als Parkplatz genutzten Fläche zwischen dem Kiek In an der Gartenstraße und der Wittorfer Straße entsteht ein kompaktes Wohngebiet (siehe Grafik). „Es wird durch die Bebauung abgeschlossen wirken. Man kann nicht an jeder Ecke auf das Gelände, und es gibt nur eine Zufahrt von der Wittorfer Straße. Allerdings gibt es keinen Zaun drumherum und einen Durchgang für Fußgänger und Radfahrer von der Gartenstraße zur Wittorfer Straße“, erklärt Honsberg.

Er ist gespannt, ob das Projekt klappt. Es hängt davon ab, ob sich Mieter und Eigentümer finanziell beteiligen: „Wenn alle mitmachen, läuft das.“ Klar ist für Honsberg, dass die Wobau mitmacht. Sie will mit ihrer Geschäftsstelle im Frühsommer von der Beethovenstraße in die neue Geschäftsstelle in der ehemaligen Fahrzeughalle der Wache umziehen (der Courier berichtete).

Im vergangenen Herbst hatte das Wohnungsbauunternehmen die Fläche für 800  000 Euro von der Stadt gekauft. Die Feuerwehr ist Ende des vergangenen Jahres in die neue Wache im Gefahrenabwehrzentrum umgezogen.

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