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Gewerbepark an der Autobahn : Erster Spatenstich bei Henry Kruse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hygiene-Großhandel ist das erste Unternehmen im neuen Gewerbepark am Eichhof und investiert hier 20 Millionen Euro

von
erstellt am 22.Apr.2015 | 05:30 Uhr

Neumünster | Im Gewerbegebiet Eichhof direkt an der Autobahn 7 startete gestern mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Neubau der Firma Henry Kruse. Das Traditionsunternehmen mit dem Noch-Firmensitz in Kiel-Wellsee ist der Pionier im neuen Gewerbepark und investiert 20 Millionen Euro in seinen neuen Standort.

„Das ist die größte Investition der Firmengeschichte“, sagte Unternehmenssenior Adolf Kruse. Sein Sohn Kai führt den Firmenverbund, der noch weitere sechs deutsche Standorte, dazu Niederlassungen in Polen und Dänemark hat, in dritter Generation. Im Igefa-Zusammenschluss mit weiteren fünf familiengeführten Unternehmen beliefert Kruse als Großhandel Kliniken, Heime, die Gastronomie sowie Reinigungsbetriebe mit Hygiene-, Pflege-, Reinigungs-, Einweg- und Verpackungsartikeln.

„Wir entwickeln uns vom Hygiene-Großhandel zum Vollversorger und brauchen dafür mehr Platz“, sagte Kai Kruse. Den gibt es im Gewerbepark Eichhof nebst bester Verkehrsanbindung. Kruse baut hier auf einem 65  000 Quadratmeter großen Areal – am bisherigen Standort in Kiel-Wellsee sind es 15  000 Quadratmeter.

In einem ersten Bauabschnitt entstehen eine eingeschossige Lagerhalle mit einer Kommisssionierungszone, die sich über die gesamte 150 Meter reichende Langseite hinzieht. Das Gebäude wird 130 Meter breit sein und knapp 19  000 Quadratmeter Lagerflächen für die 22  000 Artikel im Sortiment umfassen. Über der Kommissionierungszone gibt es einen zweigeschossigen Verwaltungstrakt, dazu Schulungs- und Seminarräume. Auch das Rechenzentrum für die gesamte Kruse-Gruppe soll in Neumünster angesiedelt werden. Durch eine Solaranlage auf dem Dach, eine Stromtankstelle sowie eine Erdwärmegewinnung wird das Gebäude ökologisch auf dem neuesten Stand sein.

„Wir bauen hier auf sehr lange Sicht“, sagte Kai Kruse. In Kiel-Wellsee sei man vor 30 Jahren einer der Pioniere im Gewerbegebiet gewesen, jetzt in Neumünster. „In Kiel gab es nicht die Flächen für eine Erweiterung, Neumünster liegt zentral. Für uns als Logistiker ist das ideal“, sagte Kai Kruse auch mit Blick auf die Ausbaureserve. Die Fertigstellung und der Bezug sind für Oktober 2016 geplant. 160 Mitarbeiter werden dann bei Kruse am Eichhof arbeiten. Das Unternehmen verlagert die Arbeitsplätze nicht einfach nur von Kiel, sondern schafft auch neue Stellen. Unternehmenschef Kai Kruse setzt auf weiteres Wachstum und sieht den Markt dafür bei den Einweg- und Verpackungsprodukten, Schutzausrüstungen sowie im Medical-Bereich.

Oberbürgemeister Dr. Olaf Tauras freute sich, dass die Firma Henry Kruse sich „entschieden hat, zukünftig in Neumünster zu wachsen“. Bald werde das erste Gebäude von der Autobahn aus zu sehen sein und Aufmerksamkeit für den neuen Gewerbepark wecken. Auch die Stadt hat hier ehrgeizige Pläne. Für die Anbindung an den Autobahnzubringer gilt offiziell eine Frist bis zum 15. Oktober. „Wir wollen es aber schon zur Nordbau im September schaffen“, verriet Gundula Schuhmacher von der Bauverwaltung.

Standpunkt: Ein guter Tag für Neumünster

Der Name Gewerbepark Eichhof mag vielen noch kein Begriff sein. Und die ersten Hoffnungen auf einen ganz großen Ansiedlungs-Treffer vom  Kaliber des Internetgiganten Amazon mögen wie Seifenblasen geplatzt sein. Aber jetzt ist der Anfang gemacht. Gestern startete die Firma Henry Kruse im neuen Gewerbegebiet  direkt an der Autobahn 7 symbolträchtig ihren 20-Millionen-Euro-Neubau.  Das sind schon einmal 160 Arbeitsplätze für Neumünster. Weitere erste Spatenstiche und Grundsteinlegungen werden folgen. Wenn  die Bauarbeiten und dann die ersten fertigen Bauten von der Autobahn aus zu sehen sind, hat das einen nicht zu unterschätzenden Aufmerksamkeitsfaktor und Werbewert für den Standort Neumünster. Die Stadt ist im Aufwind. Das zeigen die vielen Bauprojekte. Jedes ist mit neuen Jobs verbunden.


 

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