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Klaus-Groth-Schule : Erster Besuch der Ministerin in Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Britta Ernst (SPD) ließ sich an der Klaus-Groth-Schule die besondere technische Ausrichtung erklären.

shz.de von
erstellt am 29.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Neumünster | Hohen Besuch bekamen gestern Vormittag die Schüler und Lehrer der Klaus-Groth-Schule. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hatte sich für drei Stunden angesagt, um sich über die besondere Arbeit des Gymnasiums an der Parkstraße zu informieren. Sowohl eine Schulbegehung mit Schulleiter Reinhard Rahner als auch Unterrichtsbesuche standen für sie auf dem Programm.

Ein Grund dafür, dass sie die Groth-Schule für ihre erste Visite in Neumünster ausgesucht hatte, ist die besondere Ausrichtung als sogenannte Mint-Schule.

Die Abkürzung steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Schulen dieser Art haben ein spezielles Augenmerk auf den naturwissenschaftlichen-technischen Unterricht. Die Groth-Schule ist bereits seit elf Jahren dafür zertifiziert und eine von nur vier Schulen dieser Art im Lande. Zum Ministerbesuch hatten die Neumünsteraner gestern Vertreter der drei weiteren Mint-Schulen vom Gymnasium Kronshagen, vom Gymnasium Trittau und vom Kopernikus-Gymnasium in Bargteheide eingeladen.

Doch die Begegnung der Schüler und Lehrer der vier Gymnasien diente nicht nur dem Gast aus der Landespolitik, sondern gehört auch zum festen Bestandteil des Mint-Programms. Durch den fachlichen Austausch sollen Schüler und Lehrer aller vier Schulen von einander lernen.

So hatten die Achtklässler des neuen Pilotkurses, der sich mit brandaktueller Mikrocontroller-Technik befasst, gestern gemeinsam Unterricht mit Schülern aus Trittau, Kronshagen und Bargteheide. Gleichzeitig tauschte sich Martin Marczynski, Lehrer an der Groth-Schule, mit seinen Kollegen Norbert Sieverding (Schulleiter aus Kronshagen), Lars Püsche (Trittau), Werner Bonath (Trittau) und Petra Blohm (Bargteheide) aus und lobten die Vernetzung. Sie alle wollen bei den Schülern Lust auf moderne Technik wecken. Ministerin Britta Ernst imponierte das Modell. „Ich wollte nicht nur in Kiel sein, sondern mir diese Schule anschauen, wo Schüler viel mitgestalten“, erklärte sie den Schülern. Dann fragte sie neugierig: „Was macht ihr denn hier gerade?“ Das konnten ihr die Groth-Schüler Greta Boxberger (13) und Mika Holst (14) sehr gut erläutern: „Wir erklären den anderen Schülern gerade, was man mit einem Mikrocontroller alles machen kann“, sagten sie.

Fasziniert betrachtete die Ministerin einen der Halbleiterchips. „Das ist lange her, dass ich so was mal in der Hand hatte“, meinte sie. Dann erfuhr sie von den Schülern, wo die Mikrocontroller, die quasi die Gehirne nahezu aller elektrotechnischen Geräte sind, im Alltag überall zu finden sind: in Mikrowellen, Handys, Autos, Fahrstühlen, Waschmaschinen oder Funkweckern lernte die Ministerin.

Die Unterrichtseinheit machte gestern nicht nur der Politikerin Spaß. Auch die insgesamt 20 Schüler aus den vier Schulen waren begeistert vom Austausch ihres Wissens. „Das ist hier alles super gelaufen“, meinte Mika. Er und seine Mitschülerin Greta sind von dem Pilotkursus zur Mikrocontroller-Technik ohnehin total überzeugt. „Wir programmieren viel selbst. Das macht Spaß“, sagte Greta, die seit dem Sommer dabei ist. „Der Unterricht ist abwechslungsreich“, ergänzte Mika. Und die Ministerin bedauerte sofort, dass sie nicht länger bleiben konnte.


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