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Trakehner : Erster Auftritt der stolzen Hengste

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der Musterung auf dem Pflaster bekam das Publikum einen ersten Eindruck, was in dem neuen Jahrgang steckt

von
erstellt am 22.Okt.2013 | 11:36 Uhr

Zum Auftakt des 51. Trakehner Hengstmarktes gab es eine Premiere: Zum ersten Mal präsentierten sich die zweieinhalbjährigen Junghengste bei der Pflastermusterung wegen des starken Regens gestern Vormittag innerhalb der Holstenhalle statt wie üblich auf dem Asphalt davor.

Mit Spannung erwarteten Hunderte Gäste dort die Präsentation des Nachwuchses, und schon bald ging anerkennendes Raunen bei dem einen oder anderen der 42 zugelassenen Hengste durch die Zuschauerreihen. Fleißig wurden Daten notiert und so mancher setzte seinen Favoriten wohl auch schon auf die Bieterliste für die große Auktion am Sonntag.

„Alles ist gut. Wenn wir die Prüfung hätten draußen machen müssen, wäre es eine Katastrophe geworden“, erklärte die Vorsitzende des Trakehner-Verbandes, Petra Wilm, erleichtert.

Für viele Fachbesucher ist der Trakehner Hengstmarkt in Neumünster ein fester Termin im Kalender. So auch für Peter Kunath vom Gestüt am Kirschberg bei Meißen, der mit seinem Hengst „Goodwin“ an der Körung teilnimmt. „Zwei gekörte Hengste sind bisher aus unserer Zucht hervorgegangen. Die Teilnahme hier ist immer noch etwas Besonders, aber so aufgeregt wie Anfang der 90er-Jahre bin ich nicht mehr“, berichtete der mehrfach als bester Vorführer ausgezeichnete Züchter.

Spannend bleibt die Pferdezucht jedoch allemal. Dies bestätigte auch Beate Langels vom bekannten Trakehner-Gestüt Hämelschenburg in Emmerthal im Weserbergland. „Man muss bei den Vorführungen immer auch ein bisschen Glück haben, denn die jungen Pferde zeigen nicht immer, was sie wirklich können“, erklärte die erfahrene Gestütsbesitzerin.

Ebenfalls als etwas abenteuerlich empfanden viele Gäste die Baustellenatmosphäre in den im Umbau befindlichen Hallen. Doch die Mannschaft um Holstenhallen-Chef Dirk Iwersen hatte in den vergangenen Tagen ganze Arbeit geleistet, um die bestmöglichen Voraussetzungen für die Veranstaltung zu schaffen. Das wurde auch von den meisten Besuchern so gesehen. „Der Betrieb muss ja weitergehen. Und es wurde auch Zeit, dass hier etwas gemacht wird“, sagte Horst Schumann aus Echem bei Scharmbeck verständnisvoll.

Neben Gästen aus Deutschland hat der Trakehner Hengstmarkt immer auch zahlreiche Besucher aus dem Ausland. „Zwischen zwölf und 15 Nationen sind hier vertreten. Darunter auch Züchter und Händler aus den USA, Kanada, Frankreich und Schweden“, weiß Pressesprecherin Martina Brüske zu berichten: „Insgesamt erwarten wir in den kommenden Tagen wieder rund 20 000 Besucher.“ „Nachbar“ auf dieser Seite


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