Boostedt : Erste Verträge könnten im Dezember stehen

Jetzt sollen die Weichen gestellt werden, was mit dem weitläufigen früheren Militärgelände passieren soll.
Jetzt sollen die Weichen gestellt werden, was mit dem weitläufigen früheren Militärgelände passieren soll.

Der Zeitplan für die Umnutzung des Kasernen-Geländes ist eng.

shz.de von
13. September 2017, 08:00 Uhr

Boostedt | Bis auf dem Gelände der ehemaligen Rantzau-Kaserne etwas Neues entsteht, ist es noch ein weiter Weg. Die Umsetzungsphase für das Mammutvorhaben hat begonnen. Vorgestern Abend stellte Hartmut Röder, Geschäftsführer der Gesellschaft für Konversion und Umwelt (GKU), im Bauausschuss den Vorentwurf für die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Entwicklung des Bebauungsplanes für den Gewerbe- und Logistikpark (Konversionsabschnitt I) vor.

Hartmut Röder machte deutlich, dass der Zeitplan bis zum endgültigen Beschluss, der im Dezember erfolgen könnte, eng gesteckt sei, da die potenziellen Investoren bereits in den Startlöchern stünden (der Courier berichtete).

Nach wie vor hat die Tietje-Gruppe aus Itzehoe ein Interesse an dem 120 Hektar großen Gelände. Am 7. Juli hatten 20 Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer der chinesischen G  20-Regierungsdelegation einen Abstecher von Hamburg nach Boostedt gemacht, und besuchten die ehemalige Rantzau-Kaserne, um sich über das Konzept des möglichen Investors zu informieren. Ein Verteilzentrum und ein Gewerbepark könnten zunächst entstehen.

„Die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) hat das Gelände jetzt ausgeschrieben. Stichtag für die Bewerber ist der 1. Oktober. Das heißt, die ersten Verträge könnten bereits im Dezember, spätestens aber bis Februar unterschrieben sein“, teilte er mit.

„Seit dem 1. September liegen die Entwürfe den beteiligten Behörden vor. Hier erwarten wir die Rückmeldungen in den kommenden Wochen. Gespannt sein darf man in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Reaktionen der Stadt Neumünster, der die Pläne ebenfalls zugegangen sind“, erklärte er. Ebenfalls noch für September strebt die GKU die öffentliche Beteiligung an. Ein konkreter Termin wurde jedoch noch nicht genannt.

Weiterhin offen sei auch, wie lange die Flüchtlingserstaufnahmestelle auf dem Gelände noch bestehen bleibt. „Dem Innenministerium liegt das Gesamtkonzept für die Konversion vor, und wir sind dort in regelmäßigem Kontakt. Alternativen zu Boostedt sollen geprüft werden. Doch konkrete Aussagen zu einer Schließung der Einrichtung gibt es bisher nicht“, erläuterte er.

Insgesamt wurden die Ausführungen von Röder von den Ausschussmitgliedern kaum kommentiert. Lediglich der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Brückner merkte kritisch an: „Bevor wir in diese Sache weiter Arbeit stecken, sollten wir erst einmal abwarten, ob die Bima die Fläche überhaupt verkaufen kann.“

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