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Grossbaustelle : Erste Produktion im Milchwerk läuft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bau am Ende des Donaubogens ist fast fertig. Der erste Teil ist bereits in Betrieb .

von
erstellt am 24.Jan.2014 | 07:30 Uhr

Ein weiteres Großprojekt in Neumünster steht kurz vor dem Start: Im Milchwerk der Superlative am Ende der Straße Am Donaubogen wurde bereits eine erste Anlage in Betrieb genommen. Das erklärte der Projektleiter Herbert Hannemann vom Ingenieurbüro DIHH aus Bad Segeberg auf Anfrage. Vier Meiereien bauen das Werk im Industriegebiet Süd gemeinsam (der Courier berichtete).

„Wir verarbeiten bereits kleine Mengen Milch zu Magermilchkonzentrat“, sagte der Architekt. In der zweiten Märzhälfte soll das Milchtrocknungswerk, wie die hoch technische Anlage korrekt heißt, mit der Pulvermilchproduktion beginnen. „Wir sind komplett im Zeitplan“, sagte Herbert Hannemann. Baubeginn für das Großprojekt war im Juli 2012.

Für den Bau des größten deutschen Milchtrocknungswerks hatten sich im Jahr 2011 die Meierei in Wasbek sowie die Genossenschaften in Barmstedt, Schmalfeld-Hasenmoor und Uelzen (Niedersachsen) zusammengetan. In Zukunft sollen pro Jahr 570 Millionen Kilogramm Milchpulver aus der Magermilch entstehen, die in den Meiereien anfällt. In dem Werk werden rund 50 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Auch optisch ist die „Milchfabrik“ ein Gigant: 127 000 Quadratmeter (rund 25 Fußballfelder) ist das Grundstück groß. Erst einmal wurden 22 000 Quadratmeter Fläche bebaut beziehungsweise befestigt; eine Erweiterung ist also möglich. Der Trocknungsturm ragt stolze 50 Meter empor und ist damit nach dem Funkturm an der Sedanstraße (90 Meter) sowie den Schornsteinen (88) und dem Kesselhaus der Stadtwerke (56) das vierthöchste Gebäude der Stadt.

Gerade bei den Anwohnern aus den angrenzenden Stadtteilen Gadeland und Wittorf war der Plan vom Bau des Riesenmilchwerks nicht auf ungeteilte Zustimmung gestoßen. Sie befürchteten von Beginn an mehr Staub, Lärm und Abwasser. Diesen Bedenken stellte der Architekt die strengen Richtlinien entgegen, die die Betreiber einzuhalten hätten.

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