Neumünster : Erste Gäste logierten auf der Baustelle

Burghard Wesselmann ist gelernter Hotelkaufmann und führt das Haus mit seiner Frau Simone seit 1993.
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Burghard Wesselmann ist gelernter Hotelkaufmann und führt das Haus mit seiner Frau Simone seit 1993.

Vor 25 Jahren war Baustart für das Hotel Prisma an der Max-Johannsen-Brücke.

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09. März 2018, 08:20 Uhr

Neumünster | Dank der Ständerwerkbauweise mit vorgefertigten Modulen ging es vor 25 Jahren ganz fix: Am 10. März 1993 war Baustart für das Hotel Prisma an der Max-Johannsen-Brücke. Am 16. April war die Grundsteinlegung, zwei Wochen später schon das Richtfest.

„Im Jahr 1993 war das die schnellste derartige Baustelle in Schleswig-Holstein“, sagt Hotel-Chef Burghard Wesselmann, der das Hotel mit zwei weiteren Gesellschaftern betreibt. Die ersten Gäste waren im August Musiker des Schleswig-Holstein Musik Festivals und logierten noch in einem Provisorium. „Nur die Zimmer oben waren fertig, unten war noch Baustelle“, sagt Wesselmann. Am 3. Oktober 1993 nahmen 2000 interessierte Besucher den Neubau beim Tag der offenen Tür in Augenschein. Am 11. November war dann die offizielle Eröffnungsfeier.

Das viergeschossige Haus der Kategorie „3 Sterne plus“ hat 19 Einzel- und 74 Doppelzimmer und ist ein „Wunschhotel der Stadt gewesen, in unmittelbarer Nähe zu den Holstenhallen und als Übernachtungsstätte für die Messegäste“, sagt Wesselmann, der das Konzept um den Sektor Tagungen ergänzte. „Ein Haus mit Tagungsmöglichkeiten gab es in Neumünster nicht“, sagt er.

Das Hotel Prisma war zu der Zeit die Nummer 1, was Größe und Ausstattung angeht. Dennoch war die Anfangszeit nicht ohne Probleme. „Der Tagungsbereich schlug gut ein, das Messehotel zunächst nicht, sodass wir 1997 schon mit dem Gedanken spielten aufzugeben“, sagt Wesselmann.

Das Thema Tagungen und Eigenveranstaltungen wie Lesungen, das „Dinner Biking“, „Dinner-Krimis“ oder Comedy verliehen dem Prisma dann entscheidende Impulse. 1999 folgte der Anschluss an die Best-Western-Kooperation. „Das ist ein Zusammenschluss von mehr als 5500 eigenständigen Hotels in aller Welt“, so Wesselmann. Die Lage direkt an den Holstenhallen sei ideal, die Zusammenarbeit hervorragend. Wesselmann: „Das macht uns stark, und das macht auch die Holstenhallen stark.“

Wenn es in den Holstenhallen brummt, ist das Hotel ausgebucht. Und mit Brummen meint Wesselmann nicht nur die großen Publikumsveranstaltungen wie die Nordbau, sondern auch viele Hausmessen, etwa der Edeka.

Rund 60 Mitarbeiter sind zurzeit im Hotel Prisma beschäftigt, das von Beginn an ausbildet. „Wir haben im Schnitt immer 15 Auszubildende und sehen es als unsere soziale Verantwortung an, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, einen Beruf zu erlernen“, sagt Wesselmann. Eine Jubiläumsfeier ist nicht geplant. Stattdessen will Wesselmann den Nachwuchs der Show- und Akrobatikgruppe Rote Hosen mit einem namhaften Betrag unterstützen.

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