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Boostedt : Erstaufnahmestelle: Sechs Bürger stellten ihre Fragen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehr Licht zwischen Kreisel und Erstaufnahmestelle wurde angeregt.

Boostedt | In Boostedt war in den vergangenen Monaten immer wieder die Klage zu hören, dass die Gemeinde nicht ausreichend über die Vorgänge in der Flüchtlingserstaufnahmestelle informiere und dass es am Dialog mit den Einwohnern fehle. Am Dienstagabend hatte Bürgermeister Hartmut König (CDU), gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber deshalb zu einer Bürgersprechstunde geladen. Hier konnten Interessierte im Sechs-Augen-Gespräch ihre Fragen und Befürchtungen besprechen. Letztlich machten jedoch nur sechs Boostedter von diesem Angebot Gebrauch.

Zu der kleinen Gruppe gehörte auch Jens-Peter Bey. Dieser war allerdings gekommen um zu hören, mit welchen Sorgen sich die Boostedter zurzeit beschäftigen. „Ich persönlich fühle mich gut informiert. Aber bei diesem hartnäckigen Gerücht über fehlende Informationen wollte ich doch einmal sehen, wie viele sich hier wirklich einfinden“, sagte er.

Konkrete Anliegen hatte dagegen Fred Stahl. „Ich möchte darauf hinweisen, dass die Beleuchtung des Fahrradweges zwischen dem Kreisel und der Einfahrt zur Erstaufnahmestelle nicht ausreichend ist. Der Grünstreifen ist zwar beleuchtet. Aber der Weg liegt im Dunkeln. Mehr Licht würde der Verkehrssicherheit dienen. Außerdem könnte man so Ängsten von Bürgern entgegenwirken“, erklärte er. Außerdem interessierte Stahl sich für die zukünftige Nutzung der zurzeit geschlossenen Sporthalle auf dem Gelände der Aufnahmestelle.

Gemeinsam suchten Olaf Blumenhagen, Guido Schröder, Dietmar Kühl und Jörg Möller, die sich alle in der Bürgerinitiative Boostedt (BI, der Courier berichtete) engagieren, das Gespräch mit Hartmut König und Kirsten Eickhoff-Weber. Dietmar Kühl (Sprecher der BI) erklärte, eines seiner Anliegen sei, eine Bürgerbefragung zum Thema „Flüchtlinge vor Ort“. Und Olaf Blumenhagen erhoffte sich einen Dialog über die Befürchtungen, die die Einwohner wegen der vielen Flüchtlinge hätten. „Auf der Einwohnerversammlung war dies nicht möglich, da jeder nur seine Frage stellen durfte, ohne noch einmal nachhaken zu können“, sagte er.

Kritisiert wurde aus dem Kreis außerdem, dass der Termin nicht umfassend, zum Beispiel auf der Internetseite der Gemeinde, veröffentlicht wurde.

Nach dem Gespräch äußerte sich die Gruppe mehrheitlich zufrieden. „Es war ein angenehmes Gespräch. Wir haben unter anderem angeregt, dass es eine zentrale Internetseite geben sollte, auf der den Boostedtern aktuelle Informationen zur Erstaufnahme zu Verfügung gestellt werden“, berichtete Dietmar Kühl.

Am Ende der Sprechzeit erklärte Hartmut König, er habe mit deutlich mehr Besuchern gerechnet. „Dann ist das Bedürfnis wohl doch nicht so groß, wie es manchem erscheine“, lautete sein Resümee. „Dennoch hat der Abend einige interessante Anregungen gebracht“, erklärte Kirsten Eickhoff-Weber.  

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