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Flüchtlinge in SH : Erstaufnahmeeinrichtung in Boostedt: Der Eröffnungstermin wackelt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eigentlich sollen im März 350 Flüchtlinge in die Gemeinde bei Neumünster ziehen. Doch es gibt noch nicht genug Personal.

Boostedt | Der März als Betriebsbeginn der zweiten Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für 350 Flüchtlinge in Boostedt ist in Gefahr. „Wir halten den März als Eröffnungsmonat für weiterhin möglich – können aber auch nicht ausschließen, dass der Eröffnungstermin sich noch ein wenig nach hinten verschieben könnte.“ Das teilte Innenministeriums-Sprecher Thomas Giebeler Am Freitag auf Anfrage mit.

Zwar ist der Umbau von zunächst fünf einstigen Kasernengebäuden in dem Nachbarort von Neumünster weit fortgeschritten. Allerdings steht noch nicht das Team, das die Flüchtlinge dort betreuen soll. Den Betrieb hatte das Land erst nach Weihnachten ausgeschrieben. Den Zuschlag erhalten hat mittlerweile der Neumünsteraner Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Der konnte jedoch in der Kürze der Zeit bisher nicht die knapp 20 Stellen besetzen. Sie wurden vor einer Woche in mehreren Tageszeitungen ausgeschrieben. Für kommende Woche hat DRK-Kreisvorstand Sven Lorenz die ersten Bewerbungsgespräche angesetzt. „Wir arbeiten mit Hochdruck – aber Priorität hat ein gutes Ergebnis und nicht Schnelligkeit an sich“, sagt er.

In der übernächsten Woche will Lorenz eine Aussage zum Betriebsbeginn treffen. „Wenn ich eine zeitliche Zusage mache, möchte ich, dass ich das auch wirklich einhalten kann“, sagt der DRK-Mann. Zur bisherigen Resonanz auf die Stellenausschreibungen stellt er fest: „Es macht viel Arbeit, dass sich viele bewerben, die nicht geeignet sind.“ Lorenz freut sich über weitere Interessenten, bittet aber dringend darum, „dass sich Bewerber vorher auf unserer Homepage angucken, ob sie dem Stellenprofil entsprechen.“ Gesucht werden unter anderem Sozialpädagogen, Berater für Asylverfahren und gesundheitliche Betreuer.

Zugleich sucht das DRK zehn weitere Kräfte für die bisher einzige Erstaufnahme des Landes in Neumünster. Dort ist das Rote Kreuz ebenfalls mit der Betreuung und medizinischen Versorgung der Bewohner beauftragt.

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